wahrnehmungen

mein tag und ich

die metamorphose des gefühls: wie ist der tag?
und wie sich im lauf des tages meine persönliche beziehung zu ihm verändert ->

morgens - man ist neugierig was der tag bringen wird, man ist offen und alles scheint möglich.
mittags - weiß man schon: ein guter tag oder ein mühsamer;
und
abends - erliegt man dann der versuchung, dem tag doch noch sinn und inhalt zu geben. oder, wenn es ein wirklich guter tag ist, setzt er sich in den abend und in die nacht hinein fort, und man kann seine energie und liebe abgeben an andere menschen.

lichtzeichen

ein sonnenschutz flattert im wind, die reflexionen des bruchstückhaft freigegebenen himmels in den fronten der hifi-geräte sind lichtzeichen, die man deutet der eigenen inneren befindlichkeit entsprechend.
was das betrifft, wird sich nichts ändern.

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allgemeiner:
eine treffliche skizze der lage findet sich hier, via goldchen gefunden.

vereinfachen

im grunde tue ich an manchen tagen nichts anderes als das, was sich mir bietet und was mein gehirn/denken komplizierter macht, wieder bewußt zu vereinfachen.
was für eine sisyphosarbeit, was für eine energieverschwendung.

helligkeit

etwas ähnliches habe ich bisher nur ganz wenige male erlebt, meist auf einem berg, über den wolken oder in den strahlen der frühen oder späten sonne. diesmal kam es plötzlich und mitten in der stadt:
es wurde heller, in mir und um mich. da war kein druck mehr, kein gedanke, kein automatisches vorwärtsgehen - und ein tiefes verständnis für alles, warum wir so leben, warum wir die erde ausbeuten, so verzweifelt an den errungenschaften der technik hängen, warum wir meinen das wäre ein fortschritt. der sinn des daseins war mir fraglos klar, warum und wozu es steine, tiere, pflanzen und menschen gab, in welcher beziehung sie zu mir standen und in welcher beziehung ich zu den anderen menschen stehe. menschen, die mich sonst abstoßen, an einer bushaltestelle etwa, sah ich als das, was sie sind: verwirrte traurige oder in ihrem lebenskontext motivierte geschwister, ich hatte nur mitgefühl für sie, keine ablehnung mehr.

und, fast noch wichtiger: ich wusste plötzlich, daß ich im großen und ganzen immer richtig gehandelt hatte, meine bemühungen nicht umsonst gewesen waren die jahre hindurch. auch meine sicht der dinge war keine peinliche, belastende krankheit gewesen, nein;
es war als würde der vorhang ein wenig zur seite geschoben und ich konnte kurz die wirkliche landschaft sehen, die tatsächlich keine utopie war, sondern das land der sehnsucht, wo klares bewußtsein schon verwirklicht ist und frieden herrscht und das gute getan wird, ganz selbstverständlich.
und dann fiel der vorhang wieder zu, aber es blieb der funke in meinem herzen, von ihm weiß ich er wird mich wärmen und stärken in den kommenden tagen, und wenn ich es niemals wieder erleben sollte ist das auch gut so.
dafür sende ich meinen dank hinaus.

edit: später erinnerte ich mich daran

klaar kimming

von zeit zu zeit tut man gut daran, emotional die jüngste vergangenheit (hier: der jänner 2004) zu unterstreichen und hinter sich zu lassen.
der effekt ist ein wunderbarer: man hat neue sicht auf das, was vor einem liegen könnte:
klaar kimming, rüm hart.

entfremdung

das durchdringende gefühl der entfremdung. noch immer, und ich hatte mit 18 geglaubt daß es verschwundensein würde, wenn ich über 30 bin.
ich erlebe die tage als wäre ich statist in einer daily soap, als wäre mein leben nicht mein eigenes unvergleichliches leben, sondern alles nur ein temporärer auftritt - was ja im großen gesehen stimmt, aber für den kurzen zeitraum des lebens nicht zutreffen sollte.
es ist einfach, zu allen immer freundlich zu sein. aber könnte ich es wirklich noch anders, nachdem ich seit jahren nicht mehr geübt bin im ungschönten revoltieren ? könnte ich die, die mir unendlich an den nerven nagen, wirklich anfauchen oder ihnen die volle meinung sagen? auch wenn es vorgesetzte sind, langediente profis?
heute stand ich knapp davor, und ich sah schon das gesicht des betroffenen nach meinem kurz bevorstehenden statement, aber mein mitleid war dann größer als meine wut über gewisse laschheiten und launen des mächtigen. allzulange kann man aber so nicht leben. irgendwo muß ein ventil entstehen, durch das der dampf abgehen kann. nichts neues im grunde, aber doch immer wieder existentiell ...

was, frage ich mich, ist dann mein leben, wie sieht es aus, was tu ich in diesem leben, was möchte ich tun, was muß ich alles noch tun damit ich irgendwann am ende sagen kann: ja, das war es, es war gut so, und ich habe alles gemacht was ich vorhatte?
diese altbekannte und vielbemühte frage - wie schwer ist sie zu beantworten. und gleichzeitig, wie leicht.

schnee

rad

mozart

diese alles durchdringende genialität der musik mozarts. dieses ausserhalb jeder zeit stehende, das "jenseitige". und doch so diesseitige ...

sterben

9.1.:
ich stehe auf einem jener roten teppiche, die ausgerollt werden, wenn könige und superstars ihren auftritt haben. die umgebung, eine zerrissene und gemusterte asphaltdecke, ehemaliger flugplatz vielleicht. die viele risse und die pflänzchen in den rissen des asphaltes deuten auf das alter: viele jahrzente.
der rote teppich verliert sich in der ferne des horizontes, der in form von bergen in den himmel übergeht. weit hinten ein baum.

teppich

werben für jene häuserkette, in denen man bei uns menschenwürdig sterben darf.

wofür werben die hospize? damit ihre konten gefüllt oder ihre betten belegt werden? eine jener plakatwerbungen (auch TV-), die ich nicht nachvollziehen kann.

ins gras beißen

"Mein Freund, so wie sie reden, werden sie einmal ganz plötzlich ins Gras beißen" (aus einem franz. film)

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