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irrsinn

Donnerstag, 12. November 2009

ad schweinegrippe

als mail bekommen: Gedanken zur Schweinegrippe aus der mexikanischen Tageszeitung "LA JORNADA"

Pandemie der Profitg(e)ier

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Die Masern, Lungenentzündungen und andere mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten haben jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod zur Folge. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Aber als vor einigen Jahren die famose "Vogelgrippe" ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Unmengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. Eine Epidemie, die gefährlichste von allen! Eine Pandemie!
Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus. Und trotz alledem, durch die Vogelgrippe kamen weltweit "nur" 250 Menschen zu Tode. 250 Menschen in zehn Jahren, das sind im Durchschnitt 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen.
Eine halbe Million gegen 25 !
Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe
veranstaltet? Etwa, weil es hinter diesen Hühnern einen "Hahn" gibt, einen Hahn mit gefährlichen Spornen?

Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die
Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte, milliardenschwere Gewinne eingespült.
Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo.
Nur die Schweingrippe. Die Grippe der Schweine?
Und ich frage mich: wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein "großes Schwein?

Was sagt ein Verantwortlicher von Roche dazu?
"Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid ...! Darum werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten."
"Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?"
"OK, wir haben es gesehen. 50 US $ das Päckchen."
"50 US $ für dieses Schächtelchen Tabletten?"
"Verstehen Sie doch, meine Dame, die Wunder werden teuer bezahlt."

Das, was ich verstehe, ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen.
Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu. Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu.

Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser "Gesundheitssöldner".

Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten. Aber wenn die Schweingrippe wirklich eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation um diese Krankheit so besorgt ist, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen?
Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.


edit: vom "freien beobachter bodensee" und dessen freunden, der mich ungebeten verlinkt hat (wie ich den referrers entnehme), distanziere ich mich klar und deutlich. mit diesen leute habe ich nichts gemeinsam.

Freitag, 16. Oktober 2009

die deutschen sind wieder mal

ganz vorne mit dabei, wenns um schrittweise totale kontrolle geht.
bravo deutschland, und das tollste: wenn ihr das tut, werdens eure fast so dummen nachbarn, die österreicher, auch bald machen.
wozu haben wir denn auch alle chips im pass, bald wohl unter der haut ...

Reisende auf dem Flughafen im deutschen Frankfurt können ihren Pass seit Freitag von einem Automaten überprüfen lassen. Die Bundespolizei nahm die neue Identitätskontrolle als deutschlandweit ersten Prototyp in Betrieb. Die Maschine liest den Pass aus und fotografiert die Gesichter der Reisenden

Mittwoch, 2. September 2009

wohin das geld verschwindet

eine möglichkeit, wohin das geld verschwindet (mal abgesehen von denen, wo sich gewisse leute ganz unverholen mit steuergeldern die taschen vollstopfen), ist die da.
24 milliarden dollar sind kein pappenstiel ... an einer stelle verschwindet das geld, scheinbar in luft aufgelöst, und an anderer stelle taucht es wieder auf.
man spricht dann von "verlusten", die banken "hinnehmen mussten" (und für die sich selbst kräftig belohnen, clevererweise auch mit steuergeldern, weil unsere regierungen ein ausmaß an dummheit erreicht haben, das einmal mehr nicht zu toppen scheint. ist es aber sicher, warten wir nur ab).
alles legal, alles supi. zocken ist großen stil macht eben wirklich adrenalin frei; da merkt man, daß man noch lebt, gelle?

"Das von seiner Investmentfirma Soros Fund Management verwaltete Vermögen stieg in den zwölf Monaten bis Anfang Juli um mehr als 40 Prozent auf 24 Milliarden Dollar (16,8 Mrd Euro), wie es in dem neuen Hedge-Fonds-Magazin "AR" heißt."

(die presse online)

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Mehr privat, weniger Staat, wir verstehen!

nach der ZIB 2 heute glaube ich ernsthaft, dass die regierung und die wirtschaftstreibenden / banker alle den verstand verloren haben. was erste-bank-chef treichl da losließ, war wahnsinn ohne methode - oder mit, es ist dasselbe. es ist einfach unfassbar, man kann da nur noch lachen. und nicht mehr, nie mehr wählen in diesem land. aber das wissen wir ja schon.
treffende worte findet erwin wagenhofer ("we feed the world" und "let's make money") im "spektrum".
-> presse-artikel

-> derstandard.at

Freitag, 6. Juni 2008

40 milliarden in den wind

die EU hat genug davon, weil wir es ihr geben: milliarden euro. der riesenkrake saugt und saugt, solange wir uns aussaugen lassen.
und das tun wir, weil wir es nicht verhindern. weil wir es nicht wissen oder weil es uns wurscht ist. weil wir bedauernswerte sklaven sind, schlaffe müde delinquenten. widerstand wird es wohl keinen mehr geben, sie können ungehindert tun was sie wollen.
das traurige dran: wir haben die regierungen, die wir verdient haben.
sie spiegeln uns wider: unsere eigene gleichgültigkeit, wurschtigkeit und verlogenheit, unsere fehlende ehrlichkeit und unsere gewissenlosigkeit. desinteresse, gier und korruption.
"Zwischen 2007 und 2013 werden in Summe also mindestens 40 Milliarden Euro verschwinden. Dabei ist die Inflationsanpassung nur teilweise berücksichtigt, mit noch höheren Fehlbeträgen ist zu rechnen."

Mittwoch, 14. November 2007

nochmal europa

auch das ist in diesem europa an der tagesordnung: ohne widerspruch der regionalen (nationalen) regierungen. in deutschland, österreich, ungarn, bulgarien ...
wenn ich das sehe, passt es wunderbar zu den laufenden diskussionen unserer politiker etwa zum thema eu-reformvertrag und volksabstimmung: interessiert keinen, und die, für die sich keiner interessiert formieren sich in altbekannter form. die zukunft wartet auf uns, wir sind die schulkinder im fahrerlosen bus, der auf die mauer zurast. werden wir das fahrzeug noch umlenken oder zum stillstand bringen können? werden wir?

Donnerstag, 4. Oktober 2007

was haben die davon?

wenn politiker und mächtige etwas tun oder eine bestimmte haltung einnimmt, machen sie das, weil sie etwas davon haben, oder sich etwas davon versprechen. nur, was versprechen sich die amerikanischen regierenden davon?
wie können sie glauben, daß die verbreitung von angst und schmerz, wut und hass ihnen und ihrer macht auch nur so viel an (macht)zugewinn und wachstum bringt? und wenn es nur für eine sekunde doch so zu sein schien, wissen wir alle längst, daß sie dadurch nur umso eifriger an diesem ast sägen, auf dem sie selbst sitzen. dummköpfe.

Sonntag, 9. September 2007

religion

was die menschen hierzulande unter religion verstehen, ist eine art massenpsychose. wunderbar kann man das jetzt wieder anhand der TV-übertragungen anlässlich des papstbesuches in österreich sehen. genaugenommen ist es ebenso erschütternd wie die heldenplatzereignisse 1938. kollektive vertrottelung. was bringt die menschen nur dazu, ihr gehirn auszuschalten und sich diesen gehirnwaschungsritualen hinzugeben? die einzige erklärung: ihre mentalen kräfte sind von haus aus so schwach, daß sie das machen müssen, wie sie auch das gefasel der politiker ernst nehmen und die vielen anderen irrsinnigkeiten unserer "kultur".

edit: neulich als anhängsel in den beiträgen eines forums gelesen:
tradition ist das weiterreichen des lebendigen feuers, nicht die anbetung der asche. hier aber wühlen tote in der asche ...

und es ist die schuld der künstler, zu allen zeiten ihre fertigkeiten in die dienste dieser gesellen gestellt zu haben. da will ich kein wort mehr über gründgens etc. hören ...

Montag, 20. August 2007

meldung des tages

paul hat eben level 70 in WoW erreicht.
da muss man schon gratulieren, obwohl es ja eigentlich kein anlass zur freude ist ... 22 tage, 21h hat er dran gearbeitet. mein gott.

Mittwoch, 20. Juni 2007

hostel, folter, horror

Will man dagegen die Brutalisierung der Weltpolitik zeigen, den Vertrauensverlust in staatliche Autoritäten illustrieren, muss man Täter wie Opfer benennen und den Hardcore zeigen. Wildheit und Chaos wären nötig, nicht kalte Formeln.
Nun arbeitet die Kunst seit jeher mit exzessiver Gewalt. Trotzdem: Wie sich die brutale Folterdarstellung auf die Zuschauer auswirkt, bleibt einstweilen offen. Vielleicht darf man an die Warnung des französischen Surrealisten Roger Callois erinnern. Der stellte einmal fest: "Wer Gespenst spielt, wird selber eins."

--> ein telepolis-beitrag, der einige gedanken und gefühle hinterlässt, mit denen sich etwas in mir wütend wehrt.
herr suchsland macht es sich einfach: er scheint keine meinung zu haben, und er hat wahrscheinlich auch keine; den luxus einer eigenen meinung leisten sich eben nur wenige. er rührt ein wenig in der suppe um, würzt sie ein wenig mit zitaten eines herrn marc(!)us stiglegger, der für herrn suchsland interessant ist, weil er ein Filmwissenschaftler aus Mainz ist, jetzt auf einer Veranstaltung der Berliner Akademie der Künste über "Gewalt und Triebtäter im Kino" etwas zu "hostel 2" gesagt hat.
bei einem thema wie diesem ist es auffälliger als sonst, wenn leute nur in der scheisse rühren, um was gesagt zu haben. da vermisst man schmerzlicher etwas wie eine grundhaltung. akademiker, die ihren beruf ernst nehmen, zeichnet aber gerade diese haltungslosigkeit aus: man will sich ja keine blöße geben, denn wer eine haltung hat, kann attakiert werden.
ich habe mich seinerzeit schon sehr gewundert, warum tarantinos "pulp fiction" so gut beim publikum angekommen ist. jetzt seh ich das klarer.
warum allerdings jetzt die frauen herhalten müssen, ist allerdings mehr als merkwürdig ... statistik hin oder her.

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