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verwandte

im gewissen sinn verwandt: sandra maischberger und gert scobel.
ihre präsenz, schlagfertigkeit und bildung.

das murmeltier

heute grüßt wieder mal das murmeltier - ein alter, aber guter film. passt mir genau heute.

rotgrün

wie wohltuend, eine rot-grüne regierung im amt zu sehen. wenn auch in deutschland. und im hintergrund wetzen die machtgeilen hyänen der rechten parteien, und spucken gift und lügen, um das nächste mal selber dran zu sein. szenen aus dem tierreich.

bleierne zeit

gestern im patschenkino der fabelhafte film von margarethe von trotta.
zwei schwestern, aufgewachsen in den 50er jahren, pfarrerstöchter, wollen die welt bzw. deutschland verbessern. die eine, marianne, wird terroristin (barbara sukowa, unglaublich gut), die andere, juliane (jutta lampe, ebenfalls absolut fabelhaft) arbeitet in einer frauengruppe bzw. für eine feministische zeitung. nach der inhaftierung ihrer schwester in stammheim intensiviert sich ihr kontakt wieder und juliane übernimmt die pflege von mariannes sohn. die besuche in stammheim, aufarbeitung der vergangenheit in flashbacks.
die enge beziehung der schwestern trotz persönlicher grundlegender differenzen, sowie der konflikt einzelner-gesellschaft, die ohnmacht des idealisten in hinsicht auf die realität in gesellschaft und politik etc. ist zentrales thema. die ideologie der RAF in deutschland.
das drehbuch ist inspiriert vom leben der schwestern christiane und gudrun ensslin.
nach dem tod von marianne sieht sich juliane ihrem kleinen neffen gegenüber, der mit seinen 13 jahren im verhalten und diktion verblüffend seiner mutter ähnelt ..
der film lässt in der tat ein bleiernes gefühl zurück, und der kopf bleibt voll von gedanken. und das ist gut so.

edit: interessant - otto schily, jetzt deutscher innenminister, war damals ensslins anwalt und davon überzeugt, daß sie nicht an selbstmord gestorben ist ...

NICHTS BEREUEN

gestern im TV (ARD) den film NICHTS BEREUEN gesehen.
ein erstaunlicher, überraschend guter film. eine ausnahmeerscheinung. suchte sofort nach einer wiederholung oder ob er vielleicht in einem wr. kino gespielt wird, ist aber nicht so. auch nicht in den bibliotheken. mal videothek schauen, aber unwahrscheinlich.
inhaltsangaben in den links.
es ist ein lebensgefühl, das doch schon eine zeit zurückliegt, aber mit unglaublicher genauigkeit wieder erweckt wird und das thema voll und ganz trifft:
erwachsen werden wird uns so schwer wie möglich gemacht, und menschen, die ihr leben ernst nehmen, können gewaltige probs kriegen. absurd, krass und traurig.
nicht daß das neu wäre, aber wie es hier thematisiert wird, trifft einfach voll ins schwarze. und der gedanke, daß das eigentlich auch anderes gehen würde in dieser zeit, verursacht auch eher tränen ...
unbedingt anschauen! sehr gute schauspieler.
eine erinnerung und eine aufforderung, vieles nochmal zu überdenken.
ein großartiger film.
http://www.filmszene.de/kino/b/bereuen.html

stadt der engel

vor jahren im kino, jetzt im TV. ich denke dabei interessanterweise an hesses steppenwolf: beide, seth und harry, fällen eine entscheidung, und sie haben eine - die - entscheidende erkenntnis. beide bejahen zutiefst das leben und sind doch nicht "von dieser welt".
daß maggie, die auch mit einem bein den ursprung nie vergessen hat, am schluß stirbt, ist natürlich tragisch, auf der irdischen ebene jedenfalls. aber andererseits wäre dieser "fall" ja kein echter "fall" gewesen. wir lernen: menschliche erfahrung muss gemacht werden, da gibts kein drumherumkommen.
und außerdem: nur einmal ihre haare berühren, nur einmal ...
ps: die strengen katholiken (und ähnliche) können lernen, daß man das leben leben muß, um verstehen zu lernen

im deutschen TV (ZDF) wird auch die andere seite der USA gezeigt

(von so viel intellektualität ist der ORF weit entfernt.)
es läuft gerade eine reportage über die US-kriegsgegner, deren stimme sehr deutlich zu vernehmen ist, nicht nur zu geregelten pflichterminen. dichter, die hunderte von friedens-bzw. antikriegsgedichten schreiben und diese vorlesen, angehörige der 11.september-opfer, die petitionen verfassen, daß dieser krieg NICHT in ihrem namen geführt wird.

wie wichtig wäre es, wenn die medien diese stimme der bevölkerung deutlich kommunizieren würde. und nicht bloß daß dillettantische gestotter österreichischer provinzpolitiker und deren uninteressanten internen streitereien - die uns ja auch angehen, aber angesichts dieses krieges unwichtig sind.

aufbruch ins unbekannte:

die neue star trek-serie mit dem obigen titel ist eher ein enttäuschendes erlebnis. wenn es in vergangenen serien (v.a. voyager) wirklich hochphilosophische dialoge über moral und ontoloie gab, die szene noch eindeutig utopisch im sinn von sci-fi war, wird hier anscheinend versucht eine brücke zu einer realistischen, wenn auch bedenklichen zukunftsvision der menschlichen entwicklung zu schlagen.
eher billige moralische interaktionen, etwa so wie in der ersten serie mit weiland käptn kirk. so spielt auch die ganze geschichte ca. 100 Jahre vor kirk (entspricht etwa 150 von jetzt an in der zukunft) und der legendären U.S.S. enterprise NCC-1701.
das neue „alte“ raumschiff trägt ebenfalls den namen enterprise und hat die registriernummer NX-01.
sie ist das erste raumschiff der sternenflotte und schafft warp 4,5 (im vergleich dazu die U.S.S. enterprise NCC-1701 D über warp 9). was nicht passt, sind details, die nur genaueren star trek-beobachtern auffallen: die klingonen sind schon zu horrorwesen mutiert, was schwer möglich ist, weil sie doch bei kirk erst diese mutation durchmachen. die technik (auch das design) ist im vergleich mit kirk's epoche viel zu fortgeschritten, stilistisch passt das gar nicht in ein "prequel". die frauen scheinen emanzipierter und gleichberechtigter zu sein als zu zeiten von uhura und kirk, was auch merkwürdig anrührt. (fällt mir grade ein: die anzüge der crew scheinen ein übergang von NASA-trainingsanzügen zu sternenflotten-uniformen zu sein.)
insgesamt ist die stimmung düsterer, man erinnert sich an die stimmung etwa bei "babylon 5", oder "andromeda" (auch eine enttäuschung übrigens, und bis auf die idee der "nietzscheaner" wenig originelles neues ..). grau und kalte farben, und die aus älteren, aber zeitlich später angesiedelten serien bekannte, grenzenlose überlegenheit der menschen ist noch nicht oder nur im rebellischen ansatz des käptn archer bemerkbar. der erste offizier des schiffes, eine vulkanierin, scheint emotionaler und auch besser gebaut zu sein als ihre vorgänger in den bekannten serien.
der pilotfilm war enttäuschend, aber die neugierde eines sci-fi-freundes ist dennoch geweckt. ein urteil wird man sich erst nach ein paar folgen machen können.

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