chronik

chronik des tages

der 6.7. ist imer der tag vor meinem geburtstag, das hat schon was freundliches für mich. naturgemäß fällt dieser tag in eine meist warme, sonnenhelle und-warme zeit, und das macht auch das leben leicht und sinnlich, immer mit einem hauch von ferienstimmung, die durch die schulzeit eine perverse tönung von "eigentlichem leben" bekommen hat welche sie wohl nur verlieren würde, wenn der delinquent unserer gesellschaft und lebensweise vollkommen den rücken zukehrte ... was ja nun in näherer zukunft sehr wahrscheinlich nicht geschehen wird.

über politische inszenierungen (regionale und europäische) ärgere ich mich seit wenigen tagen nicht mehr (und hoffe, dass das lange anhält ...); es ist zu schlechtes und schlecht unterhaltendes theater. diese haltung kann man einnehmen, solange man in relativer freiheit lebt - was die rede- und meinungsfreiheit betrifft, und die alltäglichen handlungsmöglichkeiten. das tue ich, aber diese zeiten haben ein ablaufdatum, das sollten die meisten von uns begriffen haben.
die zeit bis dahin sollte man geniessen und atmen, solange man noch frei atmen kann.

in der hitze des nachmittags habe ich mir einige bachmannlesungen und die dazugehörigen diskussionen online angesehen; naja. ich weiss nicht. immerhin ist die unerträgliche frau radisch weg und an ihrer stelle der doch eher besonnenen burkhard spinnen juryvorsitzender. klaus nüchtern wird immer unerträglicher mit seiner provinzgenialischen emo-masche (er scheint ein österreichisches klischee erfüllen zu wollen, mittlerweile kann er fast keinen satz mehr zu ende sprechen), mit herrn mangold hat sich die jury nichts gutes getan, aber was solls, so wichtig ist das ja alles nicht. ja: dieter moor macht sich aber erfrischend gut, finde ich. er wird im alter besser, sein ego und sein narzissmus haben sich durch die jahre abgeschliffen und jetzt kann er ungestörter seine talente zeigen.

die letzten wochen haben viel verändert: der bevorstehende umzug im august; eine häutung; und diese bevorstehende woche der mehrtägigen wanderung, einer pilgerreise, die keine wirkliche pilgerreise ist, weil sie nur des weges wegen gemacht wird (vielleicht ist sie ja deshalb einer wirkliche pilgerreise ...)

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