irrsinn in oesterreich

arigona die zweite

unfaßbar, was die politik hier wieder zusammenscheißt, und vor allem: was die überwiegende mehrheit der menschen in unserem land darüber denkt kann nur als erschütternd gelten. ich fühle mich von nazis umzingelt.
nach platter dachte man, schlimmer kanns nicht werden, und dann kam fekter. inzwischen zittern die poster nur noch aus angst, wut und geifer, ausländerhaß und rassistischen würgreflexen ihre kommentare heraus, daß es einen schaudert. das kann doch alles nicht wahr sein.
gestern las ein herr strache in der ZIB 2 aus einem brief einer klosterschwester vor, die arigona aufforderte, zurück in ihre heimat zu gehen um dort mitzuhelfen, ihre "schöne heimat" aufzubauen. in völliger unkenntnis der lage vor ort kommen solche wahnwitzigen ausflüße zustande, und die strahlt man den armen, dummen österreichen flächendeckend ins wohnzimmer.

was sind das hier für traurige, ängstliche menschen?

bravo, herr winkler

das ende von josef winklers bachmannpreis-rede:
".... wie lange werden sich die Bevölkerung des Landes K. und die Bewohner der Stadt K. von diesen schamlosen und räuberischen Politikern, den Hausherren des Landes Kärnten und den Hausherren der Stadt Klagenfurt, noch ausbeuten lassen, wann werden sie endlich auf die Straße gehen und den Mund aufmachen, wie lange werden sie sich noch schweigend einrichten, wie lange noch werden sie demütig sein und sich lammfromm ausrauben lassen, bis sie vielleicht, die Bevölkerung und die Bewohner dieser Stadt und dieses Landes, mit letztem großen Staunen vor ihren eigenen Eingeweiden stehen, die ihnen zu Füßen liegen werden, wie lange noch, dachte ich, als ich dem anatolischen Fleischhändler zuschaute, wie er nacheinander die blutigen, schwarzen Schädel der Schafe entsorgte, bis die blutbeschmierte Scheibtruhe leer war und ein Kind in einer Schlangenlinie mit ihr davonfuhr. ..."

mehr als den ärger der kärntner regionalpolitiker kann er damit nicht für sich gewinnen - nur das nicken vieler resignierter, das sich eingliedert in die mitnickergemeinde der österreicherInnen.
immerhin hat es einmal einer mehr gesagt. und was für k. gilt, gilt für österreich, europa und den rest der welt.

einmalgestern, immergestern

gestern gesehen:
ein endloser zug von immergestrigen in wien am ring;
auch frauen haben endlich den ihnen gebührenden zutritt zu solchen gesellschaften erlangt. schliesslich sind sie ja doch nicht klüger als ihre männlichen pendants.

p1

daß ein grüppchen von drei oder vier punks im nahegelegenen burggarten dann mit hysterisch überdrehter stimmen antifa-parolen brüllt, die vollen alk-flaschen in der hand, ist nur mehr ein kurzes lächeln wert.

aus welchen löchern eine solche menge von geistigen neandertalern (neandertaler aller kontinente, tot oder lebend, verzeiht mir diese beleidigung!) kriecht, heute, im juni 2009, will man sich gar nicht fragen. befremdend und erschreckend.

erstaunlich nicht, und wahrscheinlich nicht einmal peinlich, daß sich in diesem haufen auch der findet:

sb

erstaunlich schon, daß man denen die ringstrasse als forum überlässt. tierschützer aber in' knast setzt.

menasse zur haidermania

in der "presse":
Was hierzulande als „Pietät“ bezeichnet wird, nämlich die plötzliche Einigkeit dahingehend, über einen nur noch Gutes zu sagen, ist in Wahrheit bloß deren entfernt verwandte österreichische Kulturtechnik, den konkreten Menschen durch eine Legende zu ersetzen, die es ermöglicht, seine wirklichen Taten und deren Konsequenzen zu verdrängen und zugleich „als Erbe“ anzunehmen.

endlich eine andere stimme in den österr. printmedien als jene, die meinen, ihnen wäre der messias genommen worden ...


und die "zeit" (werner perger) geht noch unbefangener vor:

Der Höhe- oder besser Tiefpunkt dieses Hypes der Nachrufer war die Ergriffenheit, mit der sie Jörg Haider zur Ausnahmegestalt der österreichischen Politik erklärten und auf eine Ebene mit Bruno Kreisky erhoben.

wieviele haiderianer das lesen können, ohne schaum vor den mund oder tränen in die augen zu bekommen?

wofür die geld ausgeben

die (vor)letzte zuckung der sinnlosigkeit und borniertheit der wiener stadtverwaltung:

Die Migration der Verwaltungsrechner von Windows 2000 und Office 2000 auf Vista und Office 2007 schlägt demnach mit 7,6 Millionen Euro zu Buche, die Beschaffung von 2.600 Lizenzen für Windows, Office und Server-Software im Wiener Bildungsnetz kostet 324.000 Euro. Die Umstellung der 720 Kindergartenrechner von der stadteigenen Linux-Distribution Wienux auf Vista wird rund 105.000 Euro kosten.

arigona

dem rechten recken platter ist sein ego wichtiger als das leben eines mädchens. wen wunderts.
jetzt sehen wir alle zu, wie sich die kleine umbringt; und dann geht der medienhype erst richtig los. damit lässt sich fette kohle machen.
österreich ist nicht nur ein schwer korruptes land, es hat auch eine menschenverachtende regierung. vielleicht gibt es da ja einen zusammenhang.

wieder ein sieg

ein klasse kommentar im online-standard. den kann man herzeigen und sagen: seht her, so schauts aus in österreich. traurig aber wahr.
Dass alle Kinder dieses Landes, unabhängig von den materiellen und intellektuellen Möglichkeiten ihres Elternhauses gleiche Bildungschancen haben sollen, ist selbstverständlich (auch) eine weltanschauliche Frage, und die Erbitterung, mit der die ÖVP-Spitze gegen die Erfahrungen in den meisten Ländern Europas und gegen alle pädagogischen Erkenntnisse der Gegenwart für die Beibehaltung von Bildungsprivilegien kämpft, zeigt, dass ihr ideologische Naivität erfrischend fremd ist. Nach sechs Jahren Kanzler Schüssel könnte man das schon wissen.

onlineüberwachung

daß hier abgeschwächt und deeskaliert wird, man tue das nur in wenigen fällen mit tatverdacht, nur mit div. erlaubnissen etc., ist lächerlich. es geht ums prinzip. jeder schwachsinn muss den deutschen und amerikanern nachgemacht werden, vom freß- und konsumverhalten über die blaulichter auf den polizeiautos, neuen reisepässe und flugdatenübermittlung bis jetzt zur onlineüberwachung. das ist so ein armutszeugnis für die regierung. nachdem diese leute lügen, daß sich die balken biegen, weiß man auch, was man davon halten kann.
der witz bei der sache: diese ganzen "sicherheitsmaßnahmen" sind eigentlich nichts anderes als eine zusammenarbeit mit den menschen, die mit ihren anschlägen im westen auf eine destabilisierung der systeme hinzielen. das werk vollenden unsere politiker, die uns die von unseren vorfahren sauer erkämpften freiheiten und demokratischen errungenschaften innerhalb weniger jahre wegnehmen (was die rechte der arbeitnehmer betrifft, haben sies schon hinter sich gebracht), unter dem mascherl der sicherheit werden wir überwacht. datenschutz ist ohnehin seit vielen jahren maximal das unwort des jahres, aber dass sie die unverfrorenheit besitzen uns brühwarm ins gesicht zu sagen, dass sie bald mit trojanern zu arbeiten gedenken finde ich einfach unfassbar.
da bleibt einem wirklich nur noch der mund offen stehen. (abgesehen davon werden sie mit trojanern wie wir sie kennen nichts erreichen, aber darum gehts ja gar nicht.)

arigona und asyl in österreich

in österreich spielt sich gerade wieder einmal ein grausliches lehrstück der österreichischen (politischen) kultur ab: arigona hier, arigona da, eben sah ich sie geschminkt und traurig von der titelseite eines österreichischen kleinformates bei der supermarktkassa lächeln - avanciert sie, unfreiwillig - zum medienstar, könnte sie bald mit natascha kampusch im duett auftreten?
man fühlt sich so heftig in ein tollhaus gestossen, wenn man die letzten zwei wochen tv und printmedien mitverfolgt hat, daß man nur noch lachen kann, gemäß grönis "lache, wenn es nicht zum weinen reicht". die politischen parteien bewerfen und übertrumpfen sich gegenseitig mit ethischer und moralischer güte, der rechte recke platter beweist steherqualitäten, wie die journalisten meinen, wenn er hart bleibt und die ganze familie rausschmeissen will aus dem schönen inselparadies österreich. noch rechtere recken stimmen ihm zu und linke recken wollen gnade vor recht ergehen lassen. und nachdem sie ihre meinungen kundgetan hatten, nahmen sie faule eier und ebensolche tomaten und begannen sich damit aufs heftigste und wütendste zu bewerfen.
daß es um das leben und die zukunft von menschen wie dir und mir geht, ist einem platter, strache und westi fremd wie ein australisches schwarzfuß-wallabie. mich widern diese leute dermaßen an, ich kann keine worte dafür finden. wäre ich jahwe, ich würde sie in einer jähzornigen einmaligen tat ohne instrumente, geld und papiere in eine aussereuropäische schlägerkneipe voller skinheads teleportieren und mich des weiteren nicht mehr um sie kümmern. und die restlichen vaupen aus der ersten reihe alle mit ... wäh, was für ein geschmeiß. wie peinlich, solche politiker hier zu haben. wie peinlich, überhaupt je einmal gewählt zu haben.
da kommt trotz meiner dauerverkühlung inkl. schwerer bronchitis und halsschmerzen eine wut hoch, die mich solche posting verfassen lässt .... so ist das halt.

hahn und laska fördern das gamen

aber ja, ich bin ganz sicher, daß herr hahn und frau laska sich kritisch mit PC-games auseinandersetzen.
"Verbote sind das Letzte, was wir brauchen können. Wir brauchen Bewusstsein, Verständnis, Auseinandersetzung." (Hahn)
"Wenn man keine Lösung hat, verbietet man Dinge einfach." Dahingegen müsse man sich mit den Themen "ernsthaft auseinandersetzen".
Märchen wie "Rotkäppchen" beispielsweise seien durchaus "zu vergleichen mit der Brutalität, mit der manche Computerspiele agieren" - verbieten will diese Märchen jedoch niemand.
frau laska, herr hahn: wo ist der lösungsansatz, der über die förderung des gamens, wie sie es mit "game city" aktiv machen, hinausgeht? glauben sie wirklich, daß ihr gerede die gamenden jugendlichen in irgendeiner weise berührt? verarschen sie uns nur wieder einmal ordentlich, weils so viel lustig is? sie haben genau null einblick in die problematik, die sich längst massiv bemerkbar gemacht hat. sie sind völlig ahnungslos. faseln was von "spaß für die ganze familie" (reicht ihnen nicht das TV, um ihre wähler tumb und gefügig zu halten?) und "angst vor dem unbekannten". unfassbar. in welcher welt leben die?
natürlich bringen verbote nichts, das wissen wir schon sehr lange, und trotzdem wird uns allen permanent etwas verboten; vom rauchen über sogenannte "drogen" bis zum rasenbetreten. deshalb gibt es aber noch lange keine raucher-, alkohol- oder drogen-messen im rathaus in wien. weil es einzusehen ist, daß das nicht der richtige umgang mit dem mit dem thema wäre.
die problematik liegt beim gamen (analog bei den anderen diskreditierten tätigkeiten) nicht darin, daß jemand das gelegentlich tut, sondern im suchtpotential der computerspiele und den damit verknüpften (sozialen) folgen.
daß gamen ein sport oder auch ein beruf ist, kann letztendlich nur einem komplett irren gehirn entspringen. wie stellen sich diese leute unsere zukunft vor? gar nicht, soviel ist sicher.

edit: "Rotkäppchen" mit ausgesuchten PC-games bezgl. brutalität zu vergleichen, sagt alles.

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