bin also wieder hier, in einem um 5°C heißeren wien als vorarlberg seinen bewohnern an temperatur zumutet, ganz zu schweigen von den bergen, die schon mal auf 8° runter gehen, einmal sogar auf 4°. das ist angenehm, ihr verweiler und dableiber. :-)
die pasterze fließt noch treu richtung heiligenblut, daran hat sich wenig geändert.

aber wie sieht es da oben aus. ein riesiges parkhaus wurde hinbetoniert; wenn man auf den ehemals freien weg zur oberwalder hütte kommen will, geht man eine viertel stunde lang durch in den berg gesprengte tunnels, in denen sich die abgase der jeeps sammeln und man seinen kohlenmonoxidspiegel in luftige höhen schnellen lassen kann. da platzen verkehrspolizisten, die in wien eine ampel regeln müssen, vor neid ....
auf dem oberwalderkees zwei überraschungen: man zieht die steigeisen an und denkt, man ist in tibet:

ein traum ... und dann steht man bald knöcheltief in den schmelzwasserbächen, die über das blanke eis herunterfließen, unglaublich:

aber schön, wunderschön, und merklich kühler als hier, glaubt mir.
der sonnenuntergang auf der hütte dann schenkt auch bilder aus nepal vielleicht, .. und der glockner sieht arm aus: sein weißes kleid wird kürzer und kürzer, und schmutziger auch. fast täglich fliegt ein rettungshubschrauber und muß einen dreisten touristen (meistens sind sie aus tschechien oder deutschland, :-)) aus einer spalte holen.

wir sind dann auf die bärenköpfe und die klockerin gestiegen, was insgesamt heiß war mit wüstencharakter. sogar das wiesbachhorn ist nackt und zeigt seine wahre natur: sie ist ein schotterhaufen, wie die meisten berge hier (nicht so der gute glockner..)
wir sind in steilen schotterfeldern rauf und runtergekrabbelt, dort, wo früher (vor 10 jahren noch) eiswände waren.

auch die fuscherkar-nordwand, eine klassische eis-trainigs-tour, ist kaum noch wieder zu erkennen.
am dritten tag juckte es uns, und wir wollten doch noch den großglockner besteigen. auf der salmhütte kam aber ein gewitter, und ich musste mich dem diktat meines freundes fügen, denn er hatte das auto, und da waren meine ganzen sachen drinnen ... es war bitter: die adlersruhe 3 stunden weit weg, der gipfel, zeitweise in wolken, aber doch greifbar, und man dreht um und geht runter zum auto. wegen ein wenig regen. bitter.
einige tage später war ich dann mit meinen eltern im graubünden unterwegs, flüela pass, schwarzhorn, von dort einen wunderbaren blick auf den piz linard, den ich 1997 schon an einem geschenkten julitag besteigen konnte. schöne erinnerung an eine sternstunde des bergsteigens ...

in der schweiz war es generell kühler, und man hatte eine wunderbare sicht auf die bernina-gruppe, hmmm ...
jetzt bin ich wieder im heißen wien, und pauli ist mit hier. wir haben viel vor uns: kartfahren, schwimmen, radstädter tauern, prater, ball-, tennis und tischtennisspielen. kochen, essen, schlafen. leben halt.