willkommen im feudalsystem

wir gehen politisch eigentlich in richtung eines feudalsytemes.
die macht wird zunehmend mehr in der familie weitergegeben, der zehnte ist längst die hälfte geworden, und was das vielzahlige volk denkt und will ist den wenigen bestimmenden politikern vollkommen gleichgültig. die wahlen sind ein spektakel, das jeden anschein einer demokratie längst verloren hat (und wir selber bezahlen müssen), und unverhohlen lügt und betrügt man was das zeug hält, um gewählt zu werden. diese lückenlose manipulation (moderne medien) schlägt die brücke zwischen dem altbekannten feudalsystem des mittelalters, in dem die herrschenden (adel) ihren anspruch auf die macht mit gottgegebenheit begründeten, und den jetzigen machthabern, die ihren anspruch auf "qualifikation" und "beziehung"(vit.B) stützen.
erstaunlicherweise geht der großteil der wähler gedankenlos bei dieser negativen entwicklung mit.
und das feudalystem ist ein schritt richtung totalitarismus.

das globale alpendorf

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[via 3sat.online]
schon irgendwie irre ...

Liste mit 37 Verboten

der nahende UNO-beitritt wirft seine schatten voraus: karol und seine mannen drehen durch in bella italia.
Zahlreiche Neuerungen der letzten Jahrzehnte im katholischen Gottesdienst sind dem Vatikan sichtlich ein Dorn im Auge. Mit 37 Verboten will Papst Johannes Paul II. den Kurs nun genau vorgeben. Unter anderem sollen Mädchen künftig nicht mehr ministrieren dürfen, so ein Bericht der Zeitschrift "Jesus". Auch der trennende Chorschranken zwischen Altar und Gläubigen soll wieder eingeführt werden. Die Katholiken werden zudem aufgefordert, Verstöße gegen die Vorschriften anzuzeigen.
[via orf.at]

wes clark

was uns nicht wundert, sind die enthüllungen wesley clarks. Die US-Regierung hat nach Angaben des früheren NATO-Oberbefehlshabers und demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Wesley Clark seit November 2001 eine militärische Offensive in mehreren Staaten des Nahen Ostens geplant.
[via orf.at]

bartenstein die zweite

bartenstein findet die gehälter seiner mitarbeiter natürlich angemessen, was sonst.
natürlich ärgert man sich, wenn man davon hört. und man dann wieder das zynische, geldgierige grinsen in diesen gesichtern sieht. selbst wenn man nur darüber hört, im radio etwa, ärgert man sich.
neid?
ein bartenstein würde wahrscheinlich so argumentieren, es sind die neidischen, die untüchtigen, die ihm und seinesgleichen ihren (materiellen) erfolg neiden.
es ist das kein materieller erfolg, sondern schlicht eine ungeheuerliche frechheit (den steuerzahlern gegenüber), und es ist das nicht neid, sondern legitime verärgerung über die frechheiten von emporkömmlingen, wie sie jetzt überall die regierungen bevölkern.

literaturhaus wien - ruiss tritt zurück

Der Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren begründete seine Entscheidung: "Ich stehe nicht als Exekutor eines politischen Willens, der sich nicht die Mühe macht, sich auszudrücken, zur Verfügung." [via derStandard.at]
das ist nicht unerwartet gekommen, aber es ist ein neuerlicher höhpunkt der morak'schen charakterorgie.
gerade noch sprach ein leo zelman von zynismus, als morak sich sich "in der Vorwoche in Israel bei Emigranten dafür entschuldigt, dass sie nach dem Zweiten Weltkrieg keine Einladung zur Rückkehr erhalten haben. Zelman ist darüber empört: Denn gleichzeitig habe ihm die ÖVP-FPÖ-Regierung vor zwei Jahren die Subventionen für sein Besuchsprogramm gestrichen, so der JWS-Leiter." [via derStandard.at]
und so gehts auch im inland munter weiter, engagierte leute müssen sich frechheiten bieten lassen, die vor 10 jahren noch unvorstellbar waren.
ich weiß nicht, warum sich die österr. innenpolitik so entwickeln muß. warum hier keine gute zusammenarbeit möglich ist, und warum die österreicherInnen diese grauenhaften schwachköpfe ein zweites mal gewählt haben. ich werde es nie verstehen könne. dazu fehlt mir der grad an ignoranz, die schüssel, gehrer & co einfach aufweisen.

Ist der Mensch an sich böse?

Kriege beginnen nicht zwischen armen Völkern, sondern gehen überwiegend von den reichen Gesellschaften aus, "where societies can afford to have enemies for neighbors". Warum können sich die Reichen die Feinde leisten? R.C.Kelley führt die Eskalation auf zwei Momente zurück. (...)
Die Analysen von Kent V. Flannery und Joyce Marcus erzählen eine spannende Geschichte. Es war einmal? Keineswegs. Aus der ungeschminkten Sicht ist die Ähnlichkeit zur Gegenwart frappierend. Folgt man dem Gedanken, dass der Mensch an sich böse ist oder durch Gruppendynamik böse gemacht wird, dann erklärt sich der Niedergang mächtiger Reiche: sie übernehmen sich. Sei es, weil sich die Kriegsstrategie der Gegner ändert, sei es, weil der vermeintliche Kriegsgewinn durch die Kosten aufgezehrt oder zur Bürde wird.
[via telepolis]
erschütternde erkenntnis, oder self-fulfilling prophecy?

im osten nichts neues

wenn man das liest, wundert man sich, warum es immer noch menschen gibt, die den irak krieg als gute und notwendige sache ansehen. wie vernagelt muß man sein, um nicht wenigstens jetzt langsam zu begreifen, worum es in der ganzen sache - worum es amerika in vielen ähnlich gelagerten fällen - gegangen ist.
Ausländer sollen schon bald vollständig irakische Unternehmen übernehmen können. Ausgenommen sind eben "natürliche Ressourcen", womit eigentlich kaum etwas anderes als das Ölvorkommen gemeint sein kann, sowie Grundeigentum, das "nur" 40 Jahre lang gepachtet werden darf. Die Investitionen werden nicht überprüft und sind keinen Beschränkungen unterworfen. Auch im Finanzsektor dürfen 6 Banken zu 100R0irakische Banken übernehmen, ansonsten ist eine Beteiligung von 50 Prozent gestattet. Die Steuern sind in diesem Jahr noch weitgehend ausgesetzt, aber Beginn des nächsten Jahres sollen jeweils maximal 15R0Einkommens- und Gewerbesteuer gezahlt werden. Abgesehen von "humanitären Gütern" werden auf alle Importe 5R0für den "Wiederaufbau" aufgeschlagen. [via TP: Der Ausverkauf des Irak]

Warum gibt es eigentlich noch Männer?

ein typisches beispiel, wie wissenschaft - an sich weder gut noch schlecht - mißbraucht wird, um illustrierte zu verkaufen.
halbwahrheiten und solche, die einfach aus dem zusammenhang gerissen wurden, werden verwendet, um ein falsches und populistisch-spekulatives bild von einer sache zu entwerfen, die an sich eine sehr aktuelle und ernsthafte thematik wäre. nämlich vom gesellschaftlichen her gesehen. und ich dachte immer, der spiegel ist dem profil vorzuziehen ... ooops.
der ganze artikel ist nur in der printversion zu lesen.
Anstatt zweier X- besitzen sie nur ein Y-Chromosom und dieser Mickerling hat die Fähigkeit verloren sich zu regenerieren. So werden Mutationen und genetische Defekte unweigerlich vom Vater an den Sohn weitergegeben. Doch nicht nur Biologen, auch Sozialwissenschaftler, Ärzte und Psychologen sehen die Träger des Y-Chromosom als eine problematische Spezies: Männer sterben früher, tendieren verstärkt zu Sucht und Suizid, scheitern häufiger in der Schule und neigen zu Gewalt und Kriminalität. Sind Männer ein Mangelwesen der Natur? [via SPIEGEL ONLINE]

ps: wie übrigens auch hier: http://science.orf.at/science/news/78805
blabla, und kein inhalt, den wir nicht schon lange wüssten. wie überhaupt die science.orf.at-site eine der peinlichsten ist, die ich kenne.

vatikan und UNO

Der Vatikan ist offenbar prinzipiell zu einer Vollmitgliedschaft bei den Vereinten Nationen bereit. Eine entsprechende Andeutung machte Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano laut Kathpress vom Sonntag bei einem Vortrag in Sondrio. Der Vatikan- Vertreter meinte, es stehe im Rahmen des Völkerrechts theoretisch nichts entgegen, dass der Heilige Stuhl Vollmitglied der UNO werden könnte. [via Salzburger Nachrichten]
aber hallo!
das wollen die sicher nur, um noch effizienter weltweit was gutes tun zu können ...

rund um die burg

kein fan dieses "festivals", wollte ich mich aus neugierde aber doch schlau machen nach dem programm der diesjährigen veranstaltung rund um die burg. da finde ich obige website, und dann noch die da (für die sexuell befreiten, lockeren und geilen gibts ab 3.0h die "erotik-nacht"). aber wo krieg ich das genaue programm her? grummelbrummel, ich erinnere mich, vor zwei jahren oder so konnte man das programm beim falter online finden. ahja, da isses auch. aber stimmt das auch?
gut, ich mach mir den spaß und ruf die merkwürdige hotline an, die man auf der ersten orf-site angeführt findet. dort meldet sich ein "asset marketing". huch. hab ich mich verwählt? nein. eine offenbar bundesdeutsche frau bietet mit eine URL an, unter der ich das programm downloaden kann. sie diktiert mir: "we we we kommunalkredit at, mit zwei k und zwei m. wir sind ja hier in österreich. ja. släsch, und dann burg ..." während ich noch tippe, legt sie grußlos auf. ahja.
hier sind wir jetzt also. was haben denn die mit dem programm von "rund um die burg" zu tun? gut, hier finde ich tatsächlich ein detailliertes programm, wie ich es mit auf der orf-site erwartet hätte.
wieso konnte der ORF das programm nicht selbst anbieten? wieso schalten die webleute vom ORF nicht selbst wenigstens einen link dorthin? wieso schreiben die eine hotline-nummer hinein, wo man dann telefonisch eine URL von einer "kummunalkredit austria ag" diktiert bekommt, unter der man die gewünschten infos auf deren website findet?
was macht diese kommunalkredit ag? sie ist der hauptsponsor!
und macht einiges mehr, wie man hier sehen kann.
wer hat hier eine schraube locker? ich leg mich nochmal hin, mach die augen zu und fange den tag neu an. rebooten.

und für alle, die am programm interessiert sind: hier bitteschön ...

arm im reichen land

apropos schweiz und gold :
auf 3sat gerade eine sendung die zeigt, wie andere menschen in der schweiz leben. mehr als eine halbe million.

ich höre schon die worte "die sind selber schuld..." und "haben eben den falschen job". aber bei allem respekt, wer sowas sagt hat keine ahnung vom leben und von den menschen.

Jünger der Kunstreligion

Gleichgültig, wie hoch man Literatur als Kunst schätzt, sie findet doch immer ihre Grenze darin, das sie nicht das Leben selber ist, sondern eine abgeleitete, nachträgliche und nachtragende Form, die das ungeheuer Unbegreifliche des menschlichen Lebens darzustellen und zu verstehen versucht. Das Leben geht der Kunst voraus. Der Jünger der Kunstreligion jedoch glaubt, es verhalte sich umgekehrt. Indem er ihr sein eigenes Leben weiht, ist er geneigt, es wie einen ungeschriebenen Roman zu betrachten und zu erzählen. Er belädt die Poesie mit den allerhöchsten Erwartungen. Dabei ist sie doch nur das von Menschen Gemachte. Sie kann das Leben nicht ersetzen, und wenn man die Autobiografien von Raddatz und Reich-Ranicki liest, so spürt man die untergründige Trauer darüber, dass der imaginäre Himmel der Literatur für das wirkliche Leben nur ein Ersatz ist. [via die zeit]

ein interessanter, und auch etwas merkwürdiger artikel in der "zeit" ...

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https://www.derstandard.at /story/2000115394387/sture -geht-nicht-formeln...
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Das Erschreckende an der Corona-Thematik sind die Medien(!!),...
ferromonte - 5. Mär, 08:14

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