lustige republik

schüssel fühlt sich von klestil, der in seinem gestrigen NZZ-interview auf die möglichkeit hinwies, ihn, schüssel entlassen zu können, nicht angesprochen. der erster lacher ...
muzikant, der präsident der IKG, jammert gehrer an, weil er kein geld kriegt:
"Die IKG ist kein Projekt", antwortete Muzicant auf den Vorschlag Gehrers, besondere Maßnahmen wie Sicherheitsschleusen oder Panzerglas im Rahmen von "Projekten" zu regeln.
Muzicant kritisierte auch Gehrers Vorschlag, sich an den Allgemeinen Entschädigungsfonds zu wenden, der eingerichtet wurde, um größere, während der NS-Zeit entzogene oder zerstörte Vermögen abzugelten." wien.orf.at: zweiter lacher.

das wahre sternzeichen

via niela:

aries
You should be an Aries, Outgoing, Extravert,
Energetic, Dynamic, Courageous, Generous,
Strong, Extravagant but sometimes can be
arrogant, insecure, jealous, concerned with
looks and others' opinion
~*What is your TRUE Zodica sign?*~
brought to you by Quizilla

schlaue leute wissen jetzt, welches mein wirkliches sternzeichen sein könnte ...

vor mir

immer dieser blick:

sand

ein mahnende erinnerung vergangener reisen, sand von s-frankreich und muscheln vom lido.
sie können ihren genuinen zauber nicht auf meinem fensterbrett entfalten, nur dort, wo sie herkommen: draußen, wo land und meer ineinander übergehen ...
sehnsucht nach dort

feuert klestil schüssel?

die neue zürcher zeitung schreibt in der heutigen mittwochausgabe über ein interview mit dem HBP:

Der österreichische Bundespräsident Klestil will im letzten Jahr seiner Amtszeit aktiver auf das politische Geschehen einwirken. Im Gespräch mit der NZZ bringt er emphatisch seine Sorge um die Tradition der Konsenspolitik in Österreich zum Ausdruck, die durch das derzeitige Vorgehen der Regierung Schüssel gefährdet sein könnte.
(cer. Wien, 20. Mai) Thomas Klestil, seit bald elf Jahren österreichischer Bundespräsident, will im letzten Jahr seiner Amtszeit im Leopoldinischen Trakt der Wiener Hofburg besonders markante Spuren hinterlassen. Was den 71-jährigen Politiker dabei treibt, ist, wie er im Gespräch mit der NZZ betont, die Sorge um ein halbes Jahrhundert konsensueller Tradition in Österreich. Diese politisch-soziale Harmonie sei durch Stil und Vorgehen der Regierung Schüssel namentlich in der aktuellen Kontroverse um die Pensionsreform akut gefährdet. Deutlich mehr als seine Vorgänger, so Klestil, habe er die Möglichkeit, sein Amt mit mehr als nur zeremonieller Bedeutung zu versehen - und er habe vor, diese Chance in seinem letzten Amtsjahr zu nutzen. Ein «aktiver Bundespräsident» zu sein, hatte Klestil schliesslich seinerzeit als Wahlversprechen abgegeben. Dass er letzte Woche die im Streit um die Rentenreform gefährlich auseinander gerückten politischen Akteure zum Dialog am Runden Tisch in die Hofburg gebeten hatte, gehört für Klestil ebenso zu diesem aktiveren Gestaltungswillen wie die Einladung zum umfassenden Mitteleuropa-Gipfel, der diese Woche in Salzburg abgehalten wird.

Bundespräsident Klestil fürchtet, dass die Nation am kommenden 4. Juni, dem Datum der Abstimmung über das Budget und damit auch über die umstrittene Pensionsreform, Abfangjäger und andere kontroverse Themen, gefährlich nahe an den Abgrund einer Regierungskrise heranrücken könnte. Aus Klestils Sicht könnte der Kärntner Landeshauptmann Haider seine wohl letzte Chance nutzen, durch Mobilisierung loyaler Kärntner Nationalratsabgeordneter den Gesetzesentwurf der Regierung zu Fall zu bringen und damit das Überleben der Regierung Schüssel in Frage zu stellen. Klestil betont, dass er von zwei Dritteln der Stimmbürger gewählt wurde und damit legitimiert sei, die Interessen einer Mehrheit von Österreichern zu vertreten. Wenn diese demokratischen Interessen durch das Vorgehen von Bundeskanzler Schüssel gefährdet würden, bliebe dem Staatsoberhaupt theoretisch, nach dem Buchstaben der Verfassung, die Möglichkeit, den Bundeskanzler ohne weitere Begründung zu entlassen. Bemerkenswerterweise, so fügt Klestil hinzu, habe er nicht die verfassungsmässige Kompetenz, einzelne Minister zu entlassen - dies sei Sache des Bundeskanzlers -, wohl aber den Kanzler selbst.

Die in letzter Zeit immer wieder in die Diskussion gebrachte Variante eines «fliegenden» Wechsels zu den Grünen als «Ersatzpartner» für Schüssels Österreichische Volkspartei, sollte der gegenwärtige Koalitionspartner FPÖ erneut in die Sackgasse einer parteiinternen Krise geraten, lehnt Klestil kategorisch ab. Dieser Weg wäre seiner Ansicht nach demokratisch nicht legitimiert. Sollte die Regierung scheitern, sollte es nach Klestil zu Neuwahlen kommen.
(...........)

bitte!
büüüddde, büde büüüüüüdeeeeeeeeee!

fingerabdrücke für USA

ab 1.1.2004 dürfen menschen aus visa-pflichtigen ländern nur mehr mit fingerabdruck und gesichtsscan in das "freieste" land einreisen. schöne neue welt.
und alles im namen der "sicherheit".
österreich will in vorauseilendem gehorsam glänzen.

gewaltloser widerstand

im ard kurz vorher ein interview mit arundhati roy.
sie sagte, daß gandhis gewaltloser widerstand eine geniale idee sei. daß der angriff auf den irak nicht nur ein angriff auf das land irak und seine menschen war, sondern auf uns alle. weil wir es ertragen mussten, machtlos zuzusehen, wie eine militärische supermacht ein fast wehrloses land unter erfundenem vorwand (massenvernichtungswaffen) niederbombt. daß es ein angriff auf demokratie und sprache war, weil die begriffe "demokratie" und "freiheit" in verlogenem zusammenhang verwendet wurden und dadurch verletzt, ihres sinnes und inhaltes beraubt wurden.
daß sich die widerstandsbewegung gegen die globalisierung (ausbeutung der menschen durch die mächtigen industriellen) neu formieren müsse. wenn wir ihre produkte nicht kaufen, nehmen wir ihnen die macht über uns zu verfügen ..
sie hat recht.

popkultur heute

folgende kritische worte stammen aus einem essay mit dem titel: anleitung zum konformisumus von martin büsser.
als ich den essay heute las, fiel mir ein austausch bei zorra ein und meine gefühle gegen die dauerberieselung etwa mit popmusik. der essay ist höchst lesenswert, empfehle ich sehr.

"(...) Das berühmteste Beispiel hierfür dürften die Rolling Stones sein: Einst Elternschreck, ziert ihr Name heute einen Mittelklassewagen. Und dies, obwohl die Rolling Stones ihr Image nie wirklich geändert haben und noch immer jene Songs spielen, die einmal als Inbegriff des Aufruhrs gegolten haben. Popkultur ist in den westlichen Industriestaaten also nicht einfach nur zum ganz normalen, tolerierten Bestandteil der Freizeitgestaltung geworden, sondern vielmehr zur Folie gesellschaftlicher Anpassung an bestehende Verhältnisse. Der scheinbar human gewordene Kapitalismus, der den eintönigen Alltag von Fabrikhallen und Stechuhren gegen eine lockere Teamwork-Atmosphäre in T-Shirt und Jeans eingetauscht hat, bedarf der Popkultur als Mittel der Konditionierung. Im Dienste der Kontrollgesellschaft kommt Pop die Funktion zu, tiefere Kommunikation zu verhindern und alles auf das „have fun“ der bloßen Oberfläche zu reduzieren. Statt für Rebellion und alternative Lebenspraxis, steht Pop inzwischen für Jugendlichkeit, Dynamik, Leistung und Anpassungsvermögen (...)"

matrix reloaded

neben den euphorischen berichten, die die fortsetzung des mega-kinohits "matrix" ankündigen und feiern werden jetzt anders tönende stimmen laut:
orf.at und washington post

update 6.6.03: jetzt hab ichs mir angeschaut ... siehe kommentar

neue private medizinerausbildung

nach deutschem vorbild haben sie aber doch ziemlich lange gebraucht, um auch sowas ähnliches auf die beine zu stellen: die erste österreichische private medizin universität in salzburg. immerhin hat witten/herdecke den lehrbetrieb schon 1983 aufgenommen.
über die qualität des österreichischen projektes lässt sich wenig sagen, sie lassen sich ihren "vorsprung an wissen" jedenfalls ziemlich was kosten: der gutsituierte student muß reiche eltern haben, sonst kann er 8000 € pro studienjahr wohl schwerlich aufbringen. (die presse)
in witten/herdecke ging man von anfang an andere wege. das ziel war, einen freien zugang für alle interessierten zu bieten. interessanter weise wird dort sogar ein TCM-studium abgeboten ...
ein vergleich der beiden projekte wird bis in naher zukunft schwer möglich sein aber die beiden webseiten vermitteln jedenfalls einen eindruck.

Arundhati Roy: War Talk

auf 3sat.de/kulturzeit:

138

Kämpferisch gibt sich Roy in ihrem gerade neu erschienenen Buch "War Talk", "Kriegsgespräch". In dieser Essay-Sammlung geißelt sie erneut die Arroganz der Macht: klar, logisch, unerbittlich. Eine Gefahr sieht sie in Menschen, die die Welt aufteilen in Religionen und Kulturen: "Es geht nicht um Christen, Muslime, Hindu, Amerikaner. Die Leute, die den Krieg vorantreiben, wollen, dass wir in solchen Kategorien denken. Und wir dürfen ihnen nicht in die Falle gehen."

Die Schriftstellerin unterscheidet sehr wohl zwischen Regierung und Bevölkerung der USA. Sie weiß, dass ihr wichtigsten Verbündeten die engagierten Amerikaner sind - und begreift ihren jetzigen Besuch auch als Werbetour für den gemeinsamen Widerstand: "Die Zeit des symbolischen Widerstands ist nun vorbei. Wir machen Protestmärsche. Jetzt müssen wir die Gegner empfindlicher treffen. Wir müssen eine Liste mit allen Unternehmen aufstellen, die am Wiederaufbau im Irak verdienen. Die müssen wir bloßstellen. Wir müssen was dagegen unternehmen, dass reiche Staaten armen Staaten Sanktionen auferlegen können. Wir müssen Unternehmen klar machen, dass ihre globalen Expansionspläne keinen Erfolg haben, wenn wir bei ihnen nichts kaufen."

Seit Jahren ist sie rund um den Globus im Einsatz für die gerechten Sache. Der Kampf für die Machtlosen dieser Welt fordert seinen künstlerischen Tribut: Für einen zweiten Roman hat die Autorin immer noch keine Zeit gefunden. Doch das kann sich ändern. "Ich möchte nicht immer im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. Ich bin eine Schriftstellerin und muss auch mal unsicher und unverbindlich sein dürfen", sagt Arundhati Roy. "Manchmal muss ich im Dunkeln tappen dürfen. Aber man kann sich nicht immer aussuchen, wie man sein Leben lebt."

"War Talk" von Arundhati Roy
South End Press, 2003
ISBN 0896087247
€ 11,00
sowie diese

eurofighter - was soll das?

nach zwei jahren hin und her scheint sie sache jetzt fix: unsere regierung kauft die spielzeuge, gegen alle widerstände. ich kann mir gut vorstellen, daß wir hier eine weitere weise gefunden haben, uns auf traditionelle art gegenseitig zu zerfleischen.
auch hier frage ich mich: wie ist das alles wirklich gelaufen? warum wollen die övp-leute unbedingt diese jets kaufen? was stecken für geschäfte dahinter?
der kurier kündigt kriminalistischen dilletantismus an.
peter pilz, der scharfsinnige politische beobachter, meldet noch keine hintergrundinformationen, er weilt zur zeit in bagdad. (nachtrag: pp ist schon wieder da, wie ich grad erfahren habe .. 23:22h)
ein anderer grüner (beim flüchtigen hinschauen sieht er susi riess-passer ähnlich) ortet betrug und lüge.

man bedenke:
selbst mit dem gedanken an eine künftige europäische militätrische institution (EU), in der österreich seinen betrag zu leisten hätte, ist in der jetzigen wirtschaftlichen situation angesichts der brutalen finanzellen schröpfung der bevölkerung diese entscheidung vollkommen idiotisch.
also: was steckt dahinter?

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Sturheit und Dummheit
https://www.derstandard.at /story/2000115394387/sture -geht-nicht-formeln...
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oh ja
oh ja
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Corona und 2020
Das Erschreckende an der Corona-Thematik sind die Medien(!!),...
ferromonte - 5. Mär, 08:14

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