zweiter anlauf des frühlings

der frühling nimmt einen zweiten anlauf
die blätter der rosen wachsen weiter,
nachdem einige erfroren sind
die kinder schreien wieder in den höfen, wie ihre eltern auch
auf den terrassen und balkonen wird an den pflanzen hantiert
die fenster werden geputzt und die böden
ich gieße meinen bambus und vertausche
den verdursteten lavendel mit neuem, lebenden
aber die neuen agressionen gegen damaskus
nehmen mir die unbefangenheit
und ich mißtraue auch diesem
zweiten anlauf des frühlings

heiner hesse gestorben

Heiner Hesse, ein Sohn des Schriftstellers Hermann Hesse, ist am 7. April, kurz nach seinem 94. Geburtstag, bei Ascona gestorben. Das teilte der Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main mit. Er war der letzte noch lebende der drei Söhne des Nobelpreisträgers (1877-1962) aus dessen Ehe mit der Basler Advokatentochter Maria Bernoulli (1868-1963). Heiner Hesse wurde am 1. März 1909 in Basel als zweiter Sohn des Dichters geboren.

Bis in die 60er Jahre arbeitete er als Dekorateur und gelegentlich auch als Buchillustrator in Zürich. "Er war wohl der kritischste der drei Hesse-Söhne und sowohl physiognomisch wie in seinem Naturell dem Vater am ähnlichsten", erklärte der Suhrkamp Verlag.

1966, nach dem Tod von Hermann Hesses Frau Ninon, übernahm er die Verwaltung des literarischen und bildnerischen Nachlasses seines Vaters und erarbeitete für den Suhrkamp Verlag gemeinsam mit Lektor Volker Michels zunächst die vierbändige Edition der "Gesammelten Briefe" Hermann Hesses.

Die letzten 35 Jahre seines Lebens habe Heiner Hesse in Zusammenarbeit mit dem Herausgeber Zehntausende der in aller Welt verstreuten Briefe, Tausende Buchbesprechungen und etwa 2.000 Aquarelle seines Vaters ausfindig gemacht.

Unter anderem setzte er sich seit Anfang der 90er Jahre für das Hesse-Museum in Montagnola ein. Die Vertretung der Hesse-Nachkommen ist auf seinen ältesten Sohn Silver übergegangen. (quelle: orf.at)

keine paranoia

es war wohl keine paranoia, dieses interview ernst zu nehmen. leider.

notsituation frieden

ein zitat, das ein TV moderator in einer politsichen diksussion neulich verwendet hat: "es ist realtiv leicht, während eines krieges für frieden und ordnung zu sein. aber die richtige notsituation ist dann später, im frieden: da stehst du vor dem nichts."
nicht wörtlich, ungefähr so ...
aber ja, das kennen wir.
was tun, wenn die physichen/psychischen grundbedürfnisse befriedigt sind? ein raumschiff bauen, zum mars fliegen? autos bauen, atombomben und sich für den nächsten krieg vorbereiten? oder dem everest ohne sauerstoff besteigen? fußball-weltmeister werden? man kann sichs aussuchen.
wo sollen wir denn nur den frieden hernehmen, wenn wir die wunden des letzten krieges und die immer neuen wunden des nächsten tages nicht vergessen können? der frieden muß ja von innen kommen, von herzen und aus liebe. ansonsten ist und bleibt er ein waffenstillstand, bis auf weiteres.

"Wir haben das Risiko getragen, uns gehört das Ergebnis"

so sehen die "befreier" (rumsfeld) das geschäftchen mit dem wiederaufbau. da ist man wirklich beruhigt: wir wollten es zuerst nicht glauben, aber jetzt sehen wir es deutlich: ja, die USA haben eine heldentat vollbracht. sie haben ein ganzes land von seinem blutigen dikator befreit, bloß so. wo sich saddam hussein als person aufhalte, sei nunmehr egal.
und jetzt bauen sie alles, was sie in den letzten zwei wochen zerstört haben, wieder auf, bloß so. ein spiel, daß sich rentiert hat: ein paartausend tote, zestörte städte, zerschossenen kulturdenkmäler, und alles nur, um saddam und seine getreuen aus bagdad an einen unbekannten ort vertrieben zu haben, der jetzt angeblich egal sein soll? aber sicher.
p.m.lingens wird uns den rest der journalistischen wahrheit spätestens montag morgen im "profil" wissen lassen. als wäre mir nicht übel genug ...

arundhati roy

die indische schrifstellerin arundhati roy ("der gott der kleinen dinge", "die politik der macht"), mutige globalisierungskritikerin und intellektuelle sagt in einem spiegel-interview (aktuelles heft) auf die frage, was sie so wütend mache an den kriegsbildern im TV:
"dem schrecken des krieges im fernsehen zuzusehen und den horror der propaganda zu ertragen. schließlich damit fertig zu werden, dass uns die sprache gestohlen wird, wenn unter dem banner "iraqi freedom" menschen umgebracht werden. ich habe das gefühl, alles wird geschändet, als lebten wir in einem irrenhaus, in dem die ärzte hochgefährliche verrückte sind". diese worte bringen einmal mehr auf den punkt, was ich hier noch nicht gesagt habe: der sprache beraubt zu werden, weil einige wenige wahnsinnige vor keinem mißbrauch mehr zurückschrecken, keinem einzigen. insofern hat tommy franks in noch einem punkt recht, als er ankündigte, dieser krieg werde wie kein anderer in der geschichte sein.

links zu anderen interviews im netz:
die zeit online
guardian online
und der legendäre faz-artikel ... online bei der faz nicht mehr verlinkbar.

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