Wien - In der Einleitung ihres Reformkonzepts beschreibt die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) eingesetzte "Zukunftskommission" Grundprobleme des österreichischen Schulwesens, die durch ihre Arbeit behoben werden sollen. Zwar betonten die Kommissionsmitglieder bei der Präsentation der Plattform am Samstag, dass der Reformbedarf in Österreich nicht so akut wie etwa in Deutschland sei. In ihrem Bericht listen sie aber unter dem Titel "Sorge um die Leistungsfähigkeiten der Schule" eine Reihe von Problemen auf.
[via
derStandard.at]
die gehrer liesl, die recht hat laut wolfgang schüssel, 100x recht, fordert von den beteiligten sie müssten über alles reden, auch über ideen, die man spontan ablehne.
"Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) hält es für falsch, einzelne Vorschläge wie die Einschränkung des Sitzenbleibens aus dem Bericht der Zukunftskommission "herauszupicken" - man müsse sich "gesamthaft" mit den Themen auseinander setzen. Man dürfe "bei keinem der Vorschläge sagen, das geht nicht", so Gehrer am Samstag nach der - gut besuchten - Auftaktveranstaltung der Plattform "klasse:zukunft" in Wien. Alle müssten zulassen, dass auch über Dinge diskutiert werde, die man auf den ersten Blick eher ablehne."
dabei übersieht sie halt, daß es sehr sehr schwer ist mit ihr über dinge zu reden, von denen sie keine ahnung hat. eine zukunftskommission ist, wie die meisten expertenkommissionen, zwar ein gutes geschäft für eben diese, nicht aber für den staat.
"verhandelt" - und die anführungszeichen sind notwendig, weil keine verhandlungen möglich sind mit liesl, wie auch nicht mit schüssel - wird ja nicht mit einer kommission, sondern mit regierungsmitgliedern, mit eiern wie der gehrer liesl. schnee, schnee, schnee.
ich staune über diese fehleinschätzung der eigenen fähigkeiten bei gehrer; ihren tollkühnen mut, sich trotzdem immer wieder mit brisanten themen in die medien zu wagen. und dort so abzukacken, daß es europaweit stinkt. würde man an verschwörungstheorien glauben, sähe man hinter all dem das ziel, möglichst ungebildete, leistungsschwache nachwuchsautomaten als arbeitssklaven für die "wirtschaft" heranzuzüchten. sogenannte fachkräfte, die mit gen-saatgut zu vergleichen sind, das nur einmal verwendet werden kann. menschenmaterial für die zukunft. je weniger sie wissen, umso besser für die regierung und den arbeitsmarkt. betas, gammas und deltas. epsilons für niedrigere arbeiten.
alpha-doppelplus typen führen dann regierungen an und bekleiden hohe ämter, oder sie verschwinden in irrenhäusern bzw. selbtgewählten emigrationen. man darf seine phantasie nicht zu sehr mit literatur füttern, das verursacht intellektuelle magenkrämpfe.
der wolf leckt aber kräftig an dem messer, das er selbst aufgestellt hat. ein kleiner trost.
die kommission sieht keinen akuten reformbedarf: man rechtfertigt das mit der alten pisa-studie. aber sicher wird man geld sparen. denn das wird anderswo benötigt.
Kein Verständnis hatte Gehrer für die Kritik der Opposition, wonach Fragen der Schulorganisation wie die Gesamtschule ausdrücklich ausgeklammert worden wären. Man dürfe nicht in die "Organisationsfalle" hineintappen und auf "alte Hüte neue Bänder" draufsetzen. Außerdem wären zahlreiche Organisationsfragen wie die Jahresarbeit für Lehrer oder kürzere Ferien für die Pädagogen angesprochen worden. [via
derStandard.at]