grossartig!

bananenrepublikaner

es muß sein: das eindeutige foto zur frage, ob österreich endgültig eine bananenrepublik geworden ist (ein sehr guter freund hat mich drauf hingewiesen):



aus der preisgekrönten bilderserie des standard.

nachsatz: was dem einen die banane, ist dem andern die orange.

kontraste

bieten blogger (skaifyomonul), die sich grade in neuseeland aufhalten und herrliche fotos aus dem sommer zu bieten haben ... da ist wirklich dank zu sagen, hier, im winterlichen trüben wien. danke!

furtwängler

gestern im TV der szabo-film "furtwängler - taking sides". inhaltlich keine neuigkeiten, großartiger schauspieler, nur einmal mehr der tief gehende erlebnis, wie furtwängler beethovens musik interpretiert hat.
-- die alten vinylplatten heute hervorgeholt, den alten lenco entstaubt und -- ja, wirf sie weg, die CDs, das ist um klassen besser hier. die beethoven-symphonien, alle 9.
DAS ist musik!

erste wasserstofftanke

in berlin. na endlich, warum erst jetzt? alles geht so langsam ...

europäisches kino

wenn ich "der pianist" (polanski) sehe, fällt mir ein, daß ich doch gerne in europa und ein europäer bin. wenn szpilman in der zerbombten villa chopin spielt, fast verhungert und erfroren, aufgefordert vom (guten) dt. offizier, dann kann ich nicht anders als das tun, was szpilman im film nur einmal tut: weinen.

edit:
verglichen mit "schindlers liste" ist dieser film ein kunstwerk.
der einzige störende faktor im "pianist" ist dieser holocaust-genre anstrich, den er sich nicht verkneifen konnte, was ich schade finde. aber da sind szenen, die ich zu den notwendigsten und (ich muß dieses wort nehmen, dieses) b e s t e n mir bekannten filmszenen überhaupt zählen muß.

Koffergeschichten

Es gefällt mir wirklich sehr, wie einige "namhafte österreichischen Schriftsteller" dieses Projekt sabotieren. Schüssel, Morak, Nenning & Co sollen besser die altbewährten Mozartkugeln, Sachertorten und Lippizaner, allenfalls noch ein paar Sängerknaben aus joppentragenden, besseren Wiener Familien zur regierungsgenehmen "Kulturwerbung" und "Volksbildung" (auweh) mißbrauchen. Nicht beteiligen wird sich laut "News" auch Robert Menasse. Er sei vom Suhrkamp-Verlag darüber informiert worden, dass wegen der Abdruckrechte für ein "dubioses Projekt" angefragt worden wäre. Man habe abgelehnt. Dem hatte der Autor nichts hinzuzufügen.
ilse aichinger zum koffer.

edit: Es geht in dieser Auseinandersetzung nicht um Haupt- oder Nebenfeinde, sondern diese Auseinandersetzung um den "Austrokoffer" ist nichts anderes als das neueste Symptom für traditionelle österreichische Konfliktgeschichte, und zwar der Konflikt zwischen der österreichischen Literatur und der österreichischen Politik. Diese Konstellation ist historisch dadurch gekennzeichnet, dass lebende Autoren immer verwunschen wurden, der Psychiatrie empfohlen wurden, als Netzbeschmutzer und Vaterlandsverräter bezeichnet wurden, und kaum waren sie tot, wurden sie vereinnahmt und in einer Kulturnation für die Touristen zur Schau gestellt, wie es eben zuletzt auch mit Thomas Bernhard geschehen ist. Die österreichischen Autoren haben seit jeher keine Lust gehabt, sich dann in irgendwelchen Situationen, wo die Politik im Spiel ist, sich vereinnahmen zu lassen, ausnahmsweise mal zu Lebzeiten. Dieser Koffer ist nichts anderes als ein kleines kulturelles Stückchen Ornament bei dem im nächsten Jahr anstehenden großen Selbstbeweihräucherungsjubelfest der Zweiten Republik. In Österreich existiert wenig Identität beziehungsweise Selbstzuschreibung. Niemand sagt, Österreich ist ein Bauernstaat, obwohl es einen ganz großen Anteil an Landwirtschaft gibt. Kein Mensch sagt, Österreich ist eine Industrienation, weil es zuwenig Großindustrie gibt. Es wird immer gesagt, Österreich ist eine Kulturnation. Und die österreichische Situation, die Geschichte, das Herumlavieren mit der Geschichte, die gegenwärtige politische Situation mit dieser unappetitlichen Regierung, soll nun herhalten für die Selbstbeweihräucherung der Regierung. Es war jedem denkenden Gemüt klar, dass sie das nicht wollen, und jeder österreichischer Künstler, der bei Sinnen ist, will nicht von der österreichischen Regierung, vom österreichischen Kanzler und vom österreichischen Kulturstaatssekretär herausgegeben werden. der autor robert menasse in einem gespräch im deutschlandfunk.

klassiker

der klassiker, auch für lange zugfahrten:



favourite: old love

Gefasel von Nachhaltigkeit

diese initiative aus vorarlberg gefällt mir - nicht wegen der aufmachers sondern wegen der radikalen standpunkte; und wie etwa amann den populismusvorwurf kontert usw.Populismus sehe ich grundsätzlich nicht negativ. Für die Kritiker des Populismus mit ihren aseptischen Theorievorstellungen ist das ja nur etwas was Rechte dürfen, alle anderen haben Wahlen zu verlieren.sowas wäre auch im osten nett - trotz des west-ost gefälles ... :)Wir reduzieren uns nicht auf die Ökologie, und dort wo Ökologie unser Thema ist, nicht auf dieses Gefasel von Nachhaltigkeit als ob es ein Perpetuum Mobile gäbe.
und das in vorarlberg, wo man vor schwärze kaum atmen kann ... jau!

über den rassismus

des neuen deutsch, und die wut darüber.
robert menasses "plädoyer wider die zwangsassimilierte rechtsschreibung".
Ich will in meiner Sprache leben – aber ohne das Korsett von Rassismus, Neoliberalismus und groteske Rückwärtsgewandtheit. Ich spreche und schreibe Deutsch. Das große, weite und tiefe Deutsch, das die Reformer nicht verstehen. Und nicht ertragen. (r. menasse)

hoffnung für überflogene

wie etwa bewohner des 22. winer bezirkes. wunderbar, endlich ein präzedenzfall !

so sehe ich im sommer auch die charterflugzeuge im landeanflug über meinem dach ... nur geht jede hoffnung dahin, weil wien anders ist.
seit vielen jahren gibt es hier den streit zwischen der austro control und der stadt wien bzw. den lärmgeplagten anrainern. die austro control, die sich selber kontrolliert und die lärmmessungen selber durchführt (!!), alles für gut befindet, und die menschen die hier wohnen, die sich von niemandem vertreten sehen und von vorn bis hinten verarscht werden. an tagen wie heute fliegen die maschinen im minuten takt herein, und sehen so aus wie auf dem bild im nzz-artikel ...

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Sturheit und Dummheit
https://www.derstandard.at /story/2000115394387/sture -geht-nicht-formeln...
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oh ja
oh ja
boomerang - 5. Mär, 23:13
Corona und 2020
Das Erschreckende an der Corona-Thematik sind die Medien(!!),...
ferromonte - 5. Mär, 08:14

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