ach oesterreich

die spazierengeher von wien

wie man in österreich geld spart und warum wir unsere zentrale verwaltung so hassen: weil sie so blöd ist. und ich bin blöd, weil ich mich deshalb gifte.
aber auch mein spezieller freund bartenstein hat keine freude damit; na sowas.

verfrühter wahlkampf

des rechten wölfchens:"Bei uns denkt niemand an schwarz-grün Übrigens auch bei den grünen nicht., wenn ich mir deren jüngste Erklärungen anhöre.. In Wirklichkeit ist für 2006 doch schon rot-grün paktiert, dann ziehen wir im Vergleich mit Deutschland Bilanz, darauf freue ich mich schon."sagt schüssel im news-interview.
ich freu mich nicht darauf, denn die große mehrheit der ohnehin sehr unmündigen wählerInnen in österreich lassen sich leicht und gerne manipulieren ...

krenn?

was interessant ist: wie gehts weiter mit krenn?

stur-heil

ein beispiel, wie "wissenschaftliche" berater alles noch schlimmer machen, wenn ihnen der hausverstand fehlt.die österreichischen Arbeitnehmer auf zwölf bis 15 Jahre bezahlte Fehlzeiten während ihres Erwerbsalters kommen. das erschütternde: solche aussagen haben eine wirkung. in welche richtung schlußendlich der schuß losgeht, kann man nicht vorhersagen, aber sie sind die funken, die das pulver zum knallen bringen ...
man muß sich immer wieder vor augen halten, wer hier spinnt.

joppe in der provinz

trachtenjoppe und gnadenloser provinzialismus, robert menasse spuckt es wieder einmal wütend aus.
und das grausige daran ist, daß er auch noch weiß, wie recht er hat.
es kann eine echte qual sein, eine zu scharfe wahrnehmung in diesem kleinen zerquälten land zu haben.
Österreich ist heute ein modernes Land. Sein einziger Nachteil ist, dass die Modernisierer die Moderne nicht verstehen. Sie flanieren immer noch oder erst recht, wie nach dem Ersten Weltkrieg, in ruralen Trachtenjoppen mit trotzigem Stolz durch die Wiener Innenstadt, als läge Wien nicht an der Donau, sondern an einem wüsten Gebirge, als wäre Wien nicht relative Mitte eines säkularisierten Europas, sondern Zentrum eines Glaubenskrieges. Die Herren der Hauptstadt erkennen einander und ihre Regierung am demonstrativen Provinzialismus: am Hirschhornknopf. Das blieb vom Weltkriegsjahrhundert: Wer den Geist vernichtet, zerstört nachhaltig die sinnfällige Dialektik von ökonomischer Basis und geistigem Überbau. Es ist egal geworden. Wir empfinden Verachtung, finden aber unser Auskommen. Wir beginnen zu vergessen, was uns der Herr Lehrer erzählt hat. Wir befürchten das Schlimmste. Wir hoffen das Beste. Wir sind in Europa.

lasst uns doch in ruhe

"Das Grundrecht auf Religionsfreiheit bedeutet auch das Recht eines Menschen, keine religiöse Überzeugung zu haben. Dieses Grundrecht umfasst jedoch nicht das Recht auf eine 'Freistunde' an Stelle des Religionsunterrichts. Es ist aus grundrechtlicher Sicht zulässig, für Schülerinnen und Schüler, die keinen schulischen Religionsunterricht besuchen, weil sie entweder keiner gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, einen verpflichtenden Ethikunterricht einzurichten."aus frau gehrer wird langsam eine schlaue frau ayatollah.
ich erinnere mich, wie ich der einzige war, der sich in der 5. klasse vom religionsunterricht abgemeldet hatte. oioi, in vorarlberg soll das mal jemand machen. mein vater aber, vom klassenvorstand gefragt warum sich sein sohn vom religionsunterricht abmelde gab die richtige antwort: "das müssen sie ihn selber fragen, wenn sie's ihm freistellen sich abzumelden." mich hat der klassenvorstand dann aber nicht gefragt, sondern nur durchblicken lassen, daß meine tat mindestens so übel sei wie etwa rauchen. aber sicher.

grundrecht hin und her, die gehrer will es anscheinend so verstanden wissen, daß der staat allemal das recht hat, uns die freiheit des denkens und der autonomie zu stehlen; wir müssen uns in einen vertrottelten religionsunterricht setzen oder einen verpflichtenden ethik-unterricht. ehtik kann nicht in einem schulunterricht vermittelt oder herangebildet werden, genausowenig wie religion. was möglich ist, ist eben der bigotte, heuchlerische mist, der sich in den schulen abspielt, oder eine andere vertrottelte form, die von niemandem ernstgenommen werden wird.
warum das so ist, darüber sollte frau g. sich den kopf zerbrechen, und wenns sein muß eben millionenbeträge an berater (wieso nicht zb. herr krenn, der kann die konto-auffettung sicher brauchen, der arme teufel) blechen, damit ihr die erleuchtung zuteil wird.
bis dahin wird sie sich sicher selbst gerne vor die klassen stellen und sachen wie: "kinder, mochts eure hausaufgobn, gehts in die kirchn und gehts auf keine partys und festln, des bringt euch nur in die höll." sagen, und vorbildhaften ethik-unterricht geben, wie ich überzeugt bin.

ZIB neu

was ist neu an der ZIB?
neben der völligen überflüssigkeit - vom gehalt der beiträge und reportagen rede ich gar nicht mehr - der berichterstattung (jeder andere Tv-sender hat informativere nachrichten sendungen), den laufenden wiederholungen immer der selben nachrichten fällt eine neuerung auf:
neben der kultur-dame sitzt ein blöde-glücklich lachender sportreporter, der jetzt (wohl auf FPÖ-druck) seinem bescheuerten handwerk in der ZIB nachgehen kann.
das ist bitter.

witz

was für ein brüller: ÖBB-Aufsichtsratspräsident Wolfgang Reithofer hat sein Bedauern ausgedrückt, sollte der frisch gekürte ÖBB-Vorstand Moser in den RH gewählt werden.
"Wenn er gewählt ist, kommt er uns sicher als Vorstand abhanden, was mir sehr leid tut", sagte er zum ORF-Radio. Reithofer betonte erneut die Wichtigkeit der "Entpolitisierung" des Unternehmens. Es gehe "darum, dass Personen nicht auf Grund eines Naheverhältnis zu irgendwelchen Gruppierungen zu Positionen kommen, für die sie nicht geeignet sind."
Als möglicher Ersatz für Moser im ÖBB-Holdingvorstand wird in Medien bereits der frühere FPÖ-Verkehrsminister und jetzige Magna-Technologieberater Matthias Reichhold gehandelt.

martin, der populist

die medien hauen alle auf HPM ein, nach der wahl wie vor der wahl. profil etwa mit texten wie diesem (sich an der kleidung der zu verreisenden person aufzuhängen ist reichlich schwach, meine ich), standard sowieso, und christian rainer meint in seinem profil-leitartikel: Während die verschlafene Politik der großen Koalitionen die Wähler noch zu Jörg Haider getrieben hatte, sind sie jetzt eben zu Martin gewechselt. und Es darf ein wenig nachdenklich stimmen, wie anfällig Österreich für Populisten ist. und schlußendlich: Die Anfälligkeit der Österreicher für bestimmte politische Charaktere lässt sich jedenfalls nicht allein mit der jeweiligen Haltung der „Kronen Zeitung“ erklären. die populistenkeule, die prügelung der nicht- und protestwähler.
ich frage mich: sind schüssel, stenzel, swoboda, voggenhuber, grasser, cap, usw. keine populisten? sind wir die nicht nur mehr gewohnt, ihre rethorik und übertreibungen, und bei einigen ihre lügen?
ich kenne leute die nicht mehr wählen gehen, weil sie den - nachvollziehbaren - standpunkt vertreten, daß es ohnehin keinen zweck hat, bei einer eu-wahl wählen zu gehen. das ist frustration!
martin steht für wähler, denen es gefällt, daß einer das sagt und dafür eintritt, was sie sich seit vielen vielen jahren denken.
rainer schreibt ganz richtig, daß die bedingungen für den erfolg von populisten die "verschlafene politik der großen koalitionen" bzw. die "unglaubwürdigen und uninspirierten politiker" sind, die wir täglich vor den ohren und augen haben.
was martin wirklich tut und erreicht in brüssel, wer weiß das von den journalisten? und selbst der inspirierte herr voggenhuber wird es kaum beurteilen können.
wenn martin eine bessere kontrolle im umgang mit steuergeldern anstrebt oder gar erreicht, ist das eine gute sache. daß er mehr will als nur den spesenmißbrauch eindämmen wird jeder begreifen, der seine bücher liest. aber seine vorurteilsfeinde lesen seine bücher nicht, sonder regen sich über sein sakko auf. oder seine sparsamkeit. sicher kann man sich darüber lustig machen, sachthema ist das aber keines. daß einer frau petrovic der mund offen stehen bleibt nach seinem wahlerfolg versteh ich auch (leider konnte sie ihren neid am sonntag abend nicht ganz verstecken).
in einer demokratie muss das alles drinnen sein, oder vielmehr lebt demokratie doch von solchen phänomenen, oder?
falsch ist zu sagen: die dummen wähler, zuerst sind die dem jörg und seinen mannen auf den leim gegangen (worüber man natürlich schon verzweifelt sein kann bzw. muß), jetzt sind sie auf den martin übergewechselt. martin hat weit mehr im kopf und bessere, unterstützbarere ziele als die fpö. sein verhalten im wahlkampf war weit sachlicher und glaubwürdiger als das der anderen, selbst der grünen. wiewohl man die grünen als einzige partei wirklich wählen kann.
Die Anfälligkeit der Österreicher für bestimmte politische Charaktere lässt sich jedenfalls nicht allein mit der jeweiligen Haltung der „Kronen Zeitung“ erklären. ja, kann man nicht. und besser zweimal nachdenken als nur einmal, auf der alten schiene.

generell wird das wählen immer schwieriger: wer heute wählbar scheint, kann sich morgen als wahnsinniger enttarnen.
bis dahin sollte man aber die dinge nicht verfälschen und kandidaten nicht verunglimpfen, weder herrn martin noch sonst jemand (bei molterer wäre das auch reichlich überflüssig, weil er eine deutliche sprache spricht: man weiß, woran man ist).

was wirklich erschreckend ist, sind die 60% nicht- oder ungültig-wähler. denn das sagt sehr viel mehr aus über die einstellung der europäer zur EU als martinwähler und wähler anderer EU-kritischer gruppen.

zustand

diese beiden bildchen illustrieren ohne weitere worte den zustand des österreichischen parlamentes.

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