Alle wollen ins All

aber ja, schließlich ist manchen ja so fad.
Was bisher staatlichen Weltraumbehörden und milliardenschweren Konzernen vorbehalten war, wird jetzt ein Hobby für (beinahe) jedermann. Eine US-Stiftung hat einen internationalen Wettbewerb für den ersten komplett privat organisierten bemannten Flug ins All ausgeschrieben. 25 Teams aus aller Welt basteln eifrigst an aufwendigen Raketen und Raumfahrzeugen - kein Wunder, gibt es doch zehn Millionen US-Dollar zu gewinnen. [via Alle wollen ins All]

Tödliches Gemetzel

Eine öffentliche Toilette in Istanbul. Drei Männer, Schusswaffen und Messer. Am Ende gibt es Tote und Verletzte. via SPIEGEL
also wozu flashmobs organisieren (via tussi), es geht doch viel einfacher! unsere hohle welt-gesellschaft ist so kriegs-reif, daß sie es kaum erwarten können. man sucht ihn verzweifelt, den vater aller dinge. ach vaterlose gesellschaft.

eine möglichkeit. die zukunft als hoffnung zu erhalten: die kriegsbereiten begeben sich alle auf eine grössere insel oder mehrere inseln, wo sie genug platz haben, ohne atomwafen, und dort "mögen die spiele beginnen". die überlebenden der einzelnen inseln treten dann gegeneinander an, und der sieger begeht rituellen selbstmord, als kultiger akt des sinnerfüllten ziel-erreichens.

der winzige rest der menscheit lebt in frieden weiter ...

medard boss

wäre 100 geworden. kaum bekannt ist und bleibt er einer der hellen köpfe in der "branche". medard boss, der sigi freud noch persönlich kannte und bei ihm eine lehranalyse gemacht hatte, wurde der begründer der "daseinsanalyse", die aus seiner zusammenarbeit mit heidegger hervorging. auch mit c.g.jung arbeitete boss zehn jahre lang zusammen.
Der Daseinsanalytiker deutet demgegenüber Krankheit von innen, als einen eigenen Daseinsvollzug, der an die Stelle anderer, nicht realisierter, sprich: versäumter, Lebensmöglichkeiten tritt. Boss, der dem Studium von Träumen einen zentralen Stellenwert einräumte, verstand sie vor allem als eine eigene und eigenständige Weise jenes In-der-Welt-Seins. Worin er sich mit Martin Heidegger, dessen Daseinsanalytik er mit vielleicht grösserer Strenge und Treue als Ludwig Binswanger in psychotherapeutische Begriffe überführte, einig wusste. Wogegen Medard Boss sich aber vor allem und nicht nur in seinen beiden Traum-Büchern wandte («Der Traum und seine Auslegung», 1953; «Es träumte mir vergangene Nacht . . .», 1975), das war Sigmund Freuds Grundannahme eines Dahinter des Traumes; die Meinung, der manifeste Trauminhalt, das Bild, substituiere einen latenten Traumgedanken, der mittels psychoanalytischer Deutungstechnik entschlüsselt werden könne und müsse. Für Boss dagegen war der Traum ein genuiner Ausdruck menschlichen Daseins selbst. Die psychoanalytische Traumtheorie kritisierte er als Verdeckung der Eigenbedeutung der Traumgegenstände. [via NZZ Online]

link: http://www.daseinsanalyse.ch/html/11r.html

imre kertész' rede zum wiedervereinigungstag

Europa in der Generalprobe: Rede zur Feier der deutschen Wiedervereinigung
Als Opfer der beiden grossen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, des Nazismus wie des Kommunismus, ist der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész prädestiniert für eine Rede zur offiziellen Feier der deutschen Wiedervereinigung. Wir drucken die Ansprache, die er am 3. Oktober in Magdeburg gehalten hat, im Folgenden ab.
[via NZZ Online]

was ich vermisse, ist der blick über den tellerrand der europäischen geschichte hinaus; der kritische blick auf die US-"außenpolitik" der das bild vom schwarzen mann im irak überwindet, dessen schatten die fäden verdeckt, die die USA seit vielen jahrzehnten spinnen.

scheisse für berlusconi

Rom - Eine Gruppe italienischer Globalisierungsgegner hat am Freitag drei Fässer voll Kot vor den Eingang des römischen Palasts geschüttet, in dem der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi wohnt. Die Polizei konnte die rund 50 Anhängern der Bewegung "Disobbedienti" (Die Ungehorsamen) nicht daran hindern, die Fässer vor den prunkvollen Palast im Herzen der italienischen Hauptstadt auszuschütten. [via derStandard.at]
bravo, obwohl b. nicht einmal das verstehen wird ...

whale rider

pai, ein maori-mädchen, ist die erstgeborene einer häuptlingsfamilie. ihr zwilligsbruder stirbt bei der geburt und mit ihm auch ihre mutter, weshalb sie jetzt bei ihren großeltern aufwächst. ihr vater lebt als künstler oft jahrelang in europa und kommt selten heim. ihren großvater, koro, liebt sie über alle maßen, er aber ist nicht gut auf pai zu sprechen, weil er in ihr das unglück für den stamm sieht: sie hat die linie der häuptlinge durchbrochen und bringt allen unglück. in wahrheit aber hat sie das zeug zum häuptling, und beweist das auch fortlaufend.
koro sucht einen nachfolger für das amt des häuptlings, das immer vom großvater auf den enkel übertragen wird, und sieht in pai nur das scheitern der tradition.
der mythos des stammes, daß ihr urahne paikea nach dem kentern seines kanus auf einem wal reitend neuseeland erreicht hat, lebt in der kleinen pai mehr als in irgendeinem anderen aus dem dorf. als sie koro bei seinen gebeten an die ahnen hilft, stranden einige wale vor dem dorf und die dorfbewohner versuchen nur mit der kraft der verzweiflung das größte der tiere wieder ins meer zu ziehen, erfolglos. pai fühlt aber ihre mission und klettert auf den wal, muntert ihn zum losschwimmen auf und reitet wirklich auf dem wal hinaus ins meer.
ihr großvater erkennt sie nun als den wahren weisen häuptling an, und das ereignis gibt dem ganzen stamm neue kraft ihre kultur und tradition weiterzuleben ...

schwer zu sagen, ob euch der film gefallen würde. einigen sicher. aber das ist kein hollywoodfilm, kein depp und kein pitt. :-)
ich fand ihn großartig. er trägt viele botschaften: eine satire auf die zuckungen des sturen patriachats, die uns genauso trifft wie stammeskulturen auf neuseeland. eine wiederverzauberung der welt, die wir bitter nötig haben. eine aufforderung an den einzelnen, den mut zu sich selbst zu haben, auf seine inneren stimmen zu hören. eine kritik am sinnentleerten abhängen der suchtgesellschaft. ein märchen, das unser verschüttetes gefühl für wahrheiten im leben, gut und schlecht, wiederbelebt. und schlußendlich eine erinerung an unsere verwandtschaft mit der natur und dem meer, mit der erde, die wir vergessen haben oder leugnen ...

Bushs Rechtfertigung

Washington/Bagdad/London - Der Bericht des US-Waffeninspektors David Kay verdeutlich ganz klar, "dass Saddam Hussein eine Gefahr für die Welt war", sagte Bush in Washington. "Jetzt ist er nicht mehr an der Macht, und der Welt geht es besser." [via SPIEGEL ONLINE]

ich wüßte, wie man der welt noch mehr gutes tun könnte.

in irland ...

Als zufriedenste Europäer haben sich die Iren erwiesen. Bei einer Umfrage die am Mittwoch in London präsentiert wurde, äußerten sich 68 Prozent der Bewohner der Grünen Insel nach ihrem persönlichen Lebensumfeld befragt positiv. Besonders glücklich ist man über die kommunalen und sozialen Angebote und die Sicherheit. Selbst die Hauptstädter aus Dublin äußerten sich positiv über ihr Umfeld. [via SN]
schriftsteller zahlen dort keine steuern, und angeblich trinken sie gerne ...

kinder kriegen die frauen

in unserer forschrittlichen welt man bald nicht mehr, sondern man macht sie sich, und lässt sie dann wachsen, in küstlichen gebärmuttern. in diese richtung geht jedenfalls die forschung, denn irgendwie muss man doch sein etat verbrauchen, damit man es das nächste jahr wiederkriegt.
andererseits hat das patriachalisches machtkartell sicher ein großes interesse, für die reproduktion nicht mehr auf die lästigen frauen angwiesen zu sein. man lese es bei a. huxley nach ....
Es tut sich einiges in der Arbeitswelt der NeonatologInnen und FortpflanzungsmedizinerInnen. Nach Jahren der erfolgreichen Praxis der In-Vitro-Fertilisation, die die Befruchtung außerhalb des Frauenkörpers möglich macht, wird jetzt an der Entwicklung der künstlichen Gebärmutter gearbeitet; künstliche Gebärmutterschleimhaut gibt es bereits. So könnte die Frau ebenso wie der Mann in naher Zukunft - WissenschaftlerInnen der Stanford University, der Cornell University sowie ein japanischer Forscher sprechen von fünf Jahren - zur DNA-Donatorin werden, und von den biologischen Funktionen Austragen und Gebären entbunden sein. [via dieStandard.at]

big brother für deutsches wild

damit kinder ihre bildungslücken das aussehen von tieren und die herkunft des fleisches, das sie essen, betreffend leichter schließen konnen, haben findige menschen eine kamera und ein richtmikrofon in die richtige position gebracht.

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Sturheit und Dummheit
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