wenn man die undifferenzierte jubelmasse der papstfans im tv sieht, etwa daran denkt, wie die ganze latte der amtsinhaber in der vergangenheit leid und elend verbreitet, kriege angezettelt und millionen menschen unterdrückt haben - und auch ein wojtila, den die masse jetzt "subito santo" haben will, frauen von kirchenämtern fernhielt, tödlichen krankheiten greifbaren und relevanten verhütungsmethoden vorzog und als erzkonservativer machtexponent unglaubliche starqualitäten an den tag legte - dann drängt sich der gedanke an hitler und seine begeisterten anhänger auf, oder an andere diktaturen, was regional grade sich anbietet.
(ich vergleiche nicht die eine person mit der anderen, sondern beziehe mich nur auf die reaktion der masse. sie stimmt einen nachdenklich. die (deutsche) frau etwa, die im TV sagte, sie fühle sich jetzt wieder geborgen, weil eine neuer papst in amt und würden sei.)
man wundert sich, warum so vielen menschen eine führerfigur wichtiger ist als ihre eigene verantwortlichkeit für das, was sie denken, tun und glauben. und warum sie nach den katastrophen des 20. jhdt einem neuen, weiteren papst, der zudem keine wirklich ermunternden referenzen hat, wieder frenetisch zujubeln:
es ist dieselbe emotion, die andere zeitungen "gottes rottweiler" titeln lässt.
beides so falsch wie entbehrlich.
ferromonte - 25. Apr. 2005, 18:33
wäre ist nicht dermaßen absurd, würde ich mich nicht hinreißen lassen, das hier zu erwähnen: die TU graz verwendente in den letzten 10 jahren 21
menschliche leichen für crashtests. angeblich auf geheiß eines EU (weiten) studienprojektes. "bewegungsstudien". um neue dummies zu entwickeln.
auch
die deutschen machen sowas.
jaja, und viele andere auch.
jetzt gibt man sich ethisch und verspricht, auch die angehörigen zu informieren.
wie feinfühlig.
ferromonte - 17. Mär. 2005, 22:22
was hat man davon, wenn man als politiker eines eu-staates etwa angesichts der prozentzahl der arbeitslosen anmerkt, im eu-vergleich sei das wenig?
ich meine, was denkt man sich dabei? will man eine sehr kleine prozentzahl an vollkommen blöden wählern ansprechen (österreichische politiker)?
oder ist das einfach usus bei denen, die die geschicke der länder lenken? der nährboden, auf dem dann ein jörg haider etwa sagen kann, im 3. reich machte man wenigstens eine ordentliche beschäftigugspolitik? bei unseren nachbarn:
Seit durch Hartz IV in diesem Jänner Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden, wird nur noch eine Statistik geführt. In dieser tauchen jetzt auch rund 230.000 erwerbslose Sozialhilfebezieher auf, die früher nicht bei der Arbeitsagentur, sondern bei den Sozialämtern registriert waren. 5 millionen, das ist beinahe die bevölkerung von österreich.
ferromonte - 2. Feb. 2005, 19:44
sie haben es nicht erst von den amis lernen müssen:
man kann aus allem kapital schlagen, auch aus dem tod von 200.000 menschen und dem elend weiterer tausender.
vor laufender kamera große schecks überreichen, und der firmenname wird mehr als einmal vom (schlecht gespielt) gerührten moderator wiederholt;
der österreichische finanzminister bleibt gleich wo er ist, nämlich auf urlaub auf den malediven: man will sich ja nicht exponieren und vorschnell heimfliegen (natürlich blieb er dort um zu helfen, und nachdem er v
on den hiesigen behörden gebeten wurde, zu bleiben, welche anmaßung diese menschliche größe grassers zu
interpretieren). die reicheren stars nutzen die gelegenheit, für sich zu werben, wie widerwärtig.
aber: geld stinkt ja nicht, und es ist für die armen, die dort massenhaft sterben, und die waisenkinder, die dort sexuell mißbraucht werden.
edit:
würg
ferromonte - 5. Jan. 2005, 17:03
jahr denk ich mir, und sehe mal kurz in web, was der ösrerreicher und natürlich die österreicherin so
zum jubeljahr zu sagen haben - und ich weiß nicht, wie mir wird. träum ich?

ferromonte - 3. Jan. 2005, 18:54
wie es zu dir kommt. den meisten menschen natürlich auch.
und als österreicher fühlt man sich da besonders wohl, wenn solche jubelmeldungen durch den cspace kommen.
nicht vergessen: jeder mitarbeiter der fa. steyr ist mitverantwortlich für die morde, die mit diesen geräten begangen werden.
ferromonte - 13. Dez. 2004, 20:11
manchmal denkt man sich,
die tun das absichtlich; die regelmässigkeit erstaunt doch. und man lernt auch nicht aus fehlern, sonst würden sich diese katastrophen nicht wiederholen ...
ferromonte - 12. Dez. 2004, 14:02
vielleicht ließe sich der weltweite wirtschaftskollaps noch aufhalten, wenn die wirtschaftsmächtigsten länder der erde konsequent und bewußt gegensteurn würden, wenn die maxime, billiger zu produzieren und mehr profit zu erwirtschaften, koste es was es wolle (amut, arbeitslosigkeit, schwindende kaufkraft, schwindende umsätze) endlich aufgegeben würde.
was haben die konzerne davon, wenn sie ihre belegschaften immer mehr verkleinern, dadurch immer weniger kaufkraft vorhanden ist und sie sich letztendlich damit selbst aushungern? was haben die fluglienien davon, wenn immer weniger fluggäste da sind? was die finanzminister, wenn wegen niedrigeren und weniger steuerpflichtigen gehältern immer weniger an steuern hereinkommt: sie können zwar die steuern immer mehr erhöhen, aber dadurch sinkt wieder nur die kaufkraft und vor allem auch die moral: die krisenstimmung wird immer größer und dringender. wenige wohlhabende und kaufkräftige konsumenten werden die wirtschaft der megakonzerne nicht in schwung halten können. noch immer werden etwa in wien neue einkaufszentren und mega-märkte gebaut, die, kaum sind die eröffnungstage vorbei, immer mehr wirtschaftliche probleme kriegen werden und schlußendlich schließen werden müssen, weil immer weniger leute das zeug kaufen können, daß sie anbieten.
heuer ist zu beobachten, wie etwa das weihnachtsgeschäft mit einer noch nie dagewesenen aggressivität anäuft: man wird alle paar schritte in den einkaufsmeilen von gedungenen werbekindern angehalten, zum verkosten oder waren testen hier und dort, ich habe auch den eindruck, als wollten sich viele potentielle käufer (=konsumenten) die kritischer werdende lage gar nicht eingestehen, sondern kauften gerade aus trotz und angst vor dem "aus" besonders heftig unnötige sachen, liessen sich willig von werbetricks fangen und verkäufern belügen.
wenn dann knapp vor jahreswechsel über die medien jubelnd neue rekordumsätze verkündet werden, und sich so mancher denkt "na bitte, so schlecht gehts uns ja gar nicht", dann hat der wolf nur einmal mehr am aufgestellten messer geleckt und merkt nur noch nicht, daß das blut schneller zu fließen begonnen hat.
ich werde den eindruck nicht los, daß über die kürze der strecke, die in dieser einbahnstrasse noch vor uns liegt, weitgehend schweigen und unwissendheit bewahrt wird. man verdrängt das lieber; außerdem hat man gelernt, prognosen zu ignorieren, zu selten treffen sie auch wirklich zu.
aber die entwicklungen sind in den letzten jahren so augenfällig geworden (betriebsschließungen überall, stellenabbbau im großen stil bei gleichzeitigen rekordumsätzen, steigenden belastungen für die bevölkerung; desinteresse und kontraproduktivität von (österreichischen) politikern und mächtigen wirtschaftsleuten: sie denken nur bis zu ihrer nasenspitze und an ihre eigenen kontostand, denken wenn überhaupt, nur kurzfristig; steigende arbeitslosigkeit und steigende mißstimmung, steigende aggressivität und steigende psych. erkrankungen; aushungern der universitäten und zerschlagung sozialer strukturen, ausschließliches und gnadenloses primat der profitorientierten eigennützigen rechnungen usw.), daß auch mir, dem nicht-wirtschaftler, das grausen kommt.
ferromonte - 13. Nov. 2004, 11:15
werbung für brustvergrösserung bei twoday? ausdruck grenzenloser freiheit, oder grenzenloser
ingnoranz und dummheit?
(warum erstellt niemand ein
selbstmörderblog, wie es ja einschlägige selbstmörder-foren schon gibt. damit ließe sich sicher auch kohle machen. warum so zögerlich? nur zu .. )
die österreichische schriftstellerin
bettina balaka sagte in ihrem
essay "messer" (Ö1-essay-preis 1999) alles relevante.
ferromonte - 16. Okt. 2004, 17:47