Die Redakteure des Standards und der Östereichischen Presseagentur APA, auf deren "Recherche" der Artikel basiert, sind offensichtlich völlig ahnungslos. In der erwähnten Arbeit von Fine et al. (Long-term deprivation affects visual perception and cortex. Nature Neuroscience 2003, 9, 915) geht es um die Langzeitauswirkungen einer getrübten Hornhaut auf die visuelle Wahrnehmung und das Gehirn. Die Behandlungsmethode wird dort mit einem einzigen Satz erwähnt. Es handelt sich um die mindestens seit Juli 2000 bekannte Limbusstammzell-Transplantation. An der Grenze zwischen der klaren Hornhaut und der weißen Lederhaut sind natürlicherweise bei jedem gesunden Menschen Limbusstammzellen vorhanden. Eine erfolgreiche Transplantation der Hornhaut kann nur mit intakten Limbuszellen erfolgen - wenn diese beschädigt sind, muss man auf eine Transplantation verzichten, oder eben kultivierte Limbusstammzellen einsetzen.
danke für
lgfm