wenn die bevölkerung den lebenden menschen auch nur ein drittel der verehrung entgegenbringen würde, die man den verstorbenen mitbürgern - die davon nicht mehr viel haben - gewöhnlich zukommen lässt.
ich finde, das ist zuneigung am falschen ort.
wer spricht von zuneigung? und wer ist die bevölkerung? die bevölkerung verwendet keine leichen für crashtests, oder hab ich da was falsch verstanden. vielmehr sind es ingenieure, die durchgeknallt sind.
aber wenn sie damit kein problem haben, stellt das für mich auch kein problem dar.
ich finde es erstaunlich, was in der industrialisierten welt alles mit leichen gemacht wird: sie werden ausgenommen, sobald ein 0-EKG da ist, und es wäre nach ansicht der mediziner unethisch, seine organe nicht zu spenden, denn damit könnte er ja leben retten. also bin ich gewissermaßen - seit organtransplatationen gemacht werden - am sterben anderer schuld, wenn ich meine organe nicht hergeben will. dabei darf man nie vergessen, daß der lebenserhalt nur sekundär und vorgeschoben ist: primär geht es wie immer ums geld. was mit menschlichen leichen alles hinter den wänden der pathologie/anatomie und der pathologen (im doppelsinn des wortes) geschieht, kann ein normalverbraucher nur ahnen.
leichen für crashtests zu verwenden ist nur ein steinchen mehr auf dem horrorgrab, wie viele von uns mit dem leben und seinen spuren oft umgehen.
der TU-fritze meinte gestern, man könne durch das verwenden von leichen in diesem zusammenhang viele menschenleben retten. merken sie die perversion dieser aussage, meister ramirer?
wollen sie sagen, weil wir hier aus unserem leben ohnehin eine kalt-heiße schlacht ums geld gemacht haben, weil wir auf kindern und alten menschen herumtrampeln, ist es geradezu nebensächlich, was mit den sterblichen hüllen unserer artgenossen passiert?
aber der moralinsaure aufschrei, wenn mit sterblichen überresten von unbekannten etwas gemacht wird, den kann ich nicht nachvollziehen. ein toter mensch ist ein toter mensch ist ein toter mensch. er HAT gelebt und tut das jetzt nicht mehr, punkt. mit der kälte unserer gegenwart hat das m.e. nach nichts zu tun, das war auch in der warmen, guten alten zeit nicht anders.
ich habe meinen körper nach dem tode jetzt schon dem anatomischen institut vermacht, und mir ist völlig egal, was mit meinem körper nach meinem tode gemacht wird, aufgeschnitten, gefickt, zerrissen, bemalt, in ein abstürzendes flugzeug gesetzt, auf den mond geschossen, verbrannt.
ich kann aber auch verstehen, wenn andere ihre verstorbenen angehörigen lieber mit pomp und trara begraben wollen, soll sein.
mir geht der horror, wie wir heutzutage mit dem leben umgehen um viele kilometer näher an die haut, als der andere horror, wie wir mit der vermeintlichen würde von verstorbenen, die wir in ihren verwesenden körpern festmachen, umgehen; das ist alles. "ein steinchen mehr" - ja, das ist schon okay in der formulierung, aber ein steinchen, das mich emotional nicht tangiert.
mir geht - wie gesagt - der horror am gegenwärtigen leben, und die perverse angst vor dem tode, viel mehr an die ungespendeten nieren. ich habe mich zur gänze gespendet.
moralinsauer ist meine feststellung, daß ich es absurd und irre finde, wenn leichen als crashtest-dummies verwendet werden?
wenn sie ihren künftigen leichnam der "wissenschaft" vermachen und ihre organe zur entnahme freigeben, während ihr herz noch schlägt, dann ist das ihre sache. ich jedenfalls denke nicht daran, seit ich in krankenhäusern gearbeitet habe und anatomie und pathologie-serzierkurse absolviert habe.
was ist es, das sie so cool macht, was das schicksal der leichen betrifft?
wissenschaftsgläubigkeit? unwissenheit? naivität? zweckrationalismus?
wo ziehen sie grenzen, falls sie überhaupt grenzen ziehen? wenn offiziell seife hergestellt würde, oder lampenschirme, wenn matratzen mit menschenhaaren gefüllt?
organspenden: sehen sie sich das leben eines organtransplantierten an. er lebt ein paar jahre länger, unter ständiger kontrolle, medikation, oft mir komplikationen, oft mit abstoßung des transplantierten organs. die zeit, die er gewinnt, kann man in ein verhältnis zum materiellen und image-gewinn der medizinindustrie und deren lobbyies setzen. was das alles soll, merken sie dann schnell: und das hat absolut nichts mit verschwörungstheorien zu tun, das ist bittere wirklichkeit.
mit dem leben respektvoll umzugehen, heißt auch das ende des lebens zu respektieren. und was nachher kommt.
es gibt zwar den wr. satz:" verkaufts mei gwand, i foah in himme!", der ist aber anderes zu verstehen.
bin ich nicht. und die industrielle ausschlachtung von millionen bestialisch ermordeter menschen im dritten reich hier auch nur assoziativ hereinzuholen, ist nicht notwendig, meine ich. aber bitte: mich stört auch hier weit mehr, wie diese menschen um ihre existenz gebracht wurden, als was nach ihrem tode mit ihren körpern geschah. das ist ein detail, das mich weniger interessiert, als die tatsache, dass und wie sie vorher - stück für stück - um ihr leben gebracht wurden. das lässt mich nicht cool bleiben. dem toten und unbelebten gegenüber bin ich (vergleichsweise) cool, und unbelebte materie ist unbelebte materie.
ich ziehe die grenze bei 6000 verkehrstoten alleine in deutschland im jahre 2004. die crash-test-DUMMIES sind unter uns, jetzt noch lebend, morgen vielleicht schon tot, auch wenn sie die verlobten von finanzministern sind. das ist der horror, der mich quält, und heiss werden lässt (von wegen cool): dass scheinbar intelligente menschen freiwillig in diese rollenden tötungsmaschinen hüpfen und als leichen wieder herauskommen. da ziehe ich meine grenze - und habe keinen führerschein, und werde niemals einen haben. ich gehe zu fuß und bin schlimmstenfalls beifahrer.
aha, da ist die moralische grenze: man darf die KZ-opfer mit nichts vergleichen ...
na gut.
bauen sie eine maschine, deren (unsachgemäße) verwendung dauernd menschen zu tode bringt und die atemluft vergiftet, und lassen sie dann die helden der forschung mit den toten tests machen, um eines tages die anzahl der toten durch die (unsachgemäße) verwendung dieser maschinen zu verringern.
ich finde diese 1000er zahlen der verkehrsopfer immer so moralinsauer. wer in ein auto steigt, weiß, daß das lebensgefährlich sein kann.
sie können die KZ-opfer vergleichen, mit was sie wollen...
und ich werde sicher keinen wissenschaftler von irgendwelcher schuld und verantwortung freisprechen (als ob ich in der position wäre); weder den, der die maschine baut, noch den, der dann die leichen verwendet. mich stört nur die idee der maschine mehr wie der versuch sie zu verbessern.
ich wäre sehr froh,
ich finde, das ist zuneigung am falschen ort.
aber wenn sie damit kein problem haben, stellt das für mich auch kein problem dar.
ich finde es erstaunlich, was in der industrialisierten welt alles mit leichen gemacht wird: sie werden ausgenommen, sobald ein 0-EKG da ist, und es wäre nach ansicht der mediziner unethisch, seine organe nicht zu spenden, denn damit könnte er ja leben retten. also bin ich gewissermaßen - seit organtransplatationen gemacht werden - am sterben anderer schuld, wenn ich meine organe nicht hergeben will. dabei darf man nie vergessen, daß der lebenserhalt nur sekundär und vorgeschoben ist: primär geht es wie immer ums geld. was mit menschlichen leichen alles hinter den wänden der pathologie/anatomie und der pathologen (im doppelsinn des wortes) geschieht, kann ein normalverbraucher nur ahnen.
leichen für crashtests zu verwenden ist nur ein steinchen mehr auf dem horrorgrab, wie viele von uns mit dem leben und seinen spuren oft umgehen.
der TU-fritze meinte gestern, man könne durch das verwenden von leichen in diesem zusammenhang viele menschenleben retten. merken sie die perversion dieser aussage, meister ramirer?
wollen sie sagen, weil wir hier aus unserem leben ohnehin eine kalt-heiße schlacht ums geld gemacht haben, weil wir auf kindern und alten menschen herumtrampeln, ist es geradezu nebensächlich, was mit den sterblichen hüllen unserer artgenossen passiert?
nein, das will ich nicht sagen,
ich habe meinen körper nach dem tode jetzt schon dem anatomischen institut vermacht, und mir ist völlig egal, was mit meinem körper nach meinem tode gemacht wird, aufgeschnitten, gefickt, zerrissen, bemalt, in ein abstürzendes flugzeug gesetzt, auf den mond geschossen, verbrannt.
ich kann aber auch verstehen, wenn andere ihre verstorbenen angehörigen lieber mit pomp und trara begraben wollen, soll sein.
mir geht der horror, wie wir heutzutage mit dem leben umgehen um viele kilometer näher an die haut, als der andere horror, wie wir mit der vermeintlichen würde von verstorbenen, die wir in ihren verwesenden körpern festmachen, umgehen; das ist alles. "ein steinchen mehr" - ja, das ist schon okay in der formulierung, aber ein steinchen, das mich emotional nicht tangiert.
mir geht - wie gesagt - der horror am gegenwärtigen leben, und die perverse angst vor dem tode, viel mehr an die ungespendeten nieren. ich habe mich zur gänze gespendet.
wenn sie ihren künftigen leichnam der "wissenschaft" vermachen und ihre organe zur entnahme freigeben, während ihr herz noch schlägt, dann ist das ihre sache. ich jedenfalls denke nicht daran, seit ich in krankenhäusern gearbeitet habe und anatomie und pathologie-serzierkurse absolviert habe.
was ist es, das sie so cool macht, was das schicksal der leichen betrifft?
wissenschaftsgläubigkeit? unwissenheit? naivität? zweckrationalismus?
wo ziehen sie grenzen, falls sie überhaupt grenzen ziehen? wenn offiziell seife hergestellt würde, oder lampenschirme, wenn matratzen mit menschenhaaren gefüllt?
organspenden: sehen sie sich das leben eines organtransplantierten an. er lebt ein paar jahre länger, unter ständiger kontrolle, medikation, oft mir komplikationen, oft mit abstoßung des transplantierten organs. die zeit, die er gewinnt, kann man in ein verhältnis zum materiellen und image-gewinn der medizinindustrie und deren lobbyies setzen. was das alles soll, merken sie dann schnell: und das hat absolut nichts mit verschwörungstheorien zu tun, das ist bittere wirklichkeit.
mit dem leben respektvoll umzugehen, heißt auch das ende des lebens zu respektieren. und was nachher kommt.
es gibt zwar den wr. satz:" verkaufts mei gwand, i foah in himme!", der ist aber anderes zu verstehen.
so cool
ich ziehe die grenze bei 6000 verkehrstoten alleine in deutschland im jahre 2004. die crash-test-DUMMIES sind unter uns, jetzt noch lebend, morgen vielleicht schon tot, auch wenn sie die verlobten von finanzministern sind. das ist der horror, der mich quält, und heiss werden lässt (von wegen cool): dass scheinbar intelligente menschen freiwillig in diese rollenden tötungsmaschinen hüpfen und als leichen wieder herauskommen. da ziehe ich meine grenze - und habe keinen führerschein, und werde niemals einen haben. ich gehe zu fuß und bin schlimmstenfalls beifahrer.
na gut.
bauen sie eine maschine, deren (unsachgemäße) verwendung dauernd menschen zu tode bringt und die atemluft vergiftet, und lassen sie dann die helden der forschung mit den toten tests machen, um eines tages die anzahl der toten durch die (unsachgemäße) verwendung dieser maschinen zu verringern.
ich finde diese 1000er zahlen der verkehrsopfer immer so moralinsauer. wer in ein auto steigt, weiß, daß das lebensgefährlich sein kann.
sie können die KZ-opfer vergleichen, mit was sie wollen...
vielleicht sind wir ja