aufräumen

seit zwei tagen sortiere ich bücher und papiere aus, eine arbeit, vor der ich mich mehr als drei jahre gedrückt habe; ich dachte ich kann es nicht, und siehe da: es macht mir das größte vergnügen. kiloweise wandern bücher aus den regalen auf den ausgangs-stapel, und schon drei riesensäcke voller papier sind in die altpapiercontainer gewandert. einziger wermutstropfen:
der staub, der dabei in die luft gewirbelt wird, verursacht niesorgien.
ich erinnere mich an die bodenflächentheorie und frohlocke ...
angus - 27. Jul, 09:11

räumen tut gut!

weg mit dem alten, nicht mehr benutzten plunder und platz schaffen für neues. ich erlebe solche räumungsaktionen immer befreiend! und manchmal auch wie eine kleine zeitreise zurück in die vergangenheit, weil mir alte dinge mit ihrer geschichte in die hände geraten, und erzählen....

ferromonte - 27. Jul, 09:14

genau

deshalb hab ich ja immer angst davor: diese zeitreisen dauern endlos lange, und am ende ist man der zeit so verbunden, daß man die dinge wieder aus dem müll angelt .. mein gott. ich werde das diesmal nicht tun, *mirfestvornehmentu*
miss.understood - 27. Jul, 09:43

beim räumen hat man auch immer das gefühl,

dass überhaupt nichts weiter geht. man braucht immer ewig, weil man alles genau ansehen muss und denken und lächeln und entscheiden, ob man das noch behalten will. nach vier stunden ist noch gar nichts passiert - zumindest sieht es so aus.

ich bin ja auch gerade am räumen. mich macht es aber wütend. littleguy versteckt die unmöglichsten sache in den unmöglichsten ecken und dann hat er auch ein total krankes ordnungssystem. "räum das bitte weg" bedeutet für ihn nicht, dass er es dorthin tut, wo es war oder hingehört, sondern einfach dahin, wo gerade platz ist. dazwischen muss ich immer pausen machen, sonst raste ich noch aus.

Zorra - 27. Jul, 10:13

Interessante

Theorie.
Für mich war aufräumen schon als der Kind der Horror. Wenn meine Mutter sagte, räum dein Zimmer auf, bin ich stundenlang rumgesessen hab das Büchlein angeschaut und mit diesem Spielzeug etwas gespielt und zum Schluss alles gepackt und in den Schrank geschmissen, und das das keinen Platz mehr im Schrank hatte wurde unter dem Bett versteckt...
Heute geht es etwas einfacher. Ich habe grössere Schränke ;-)

miss.understood - 27. Jul, 11:59

hey,

das ist voll heute noch meine taktik ; )

eigentlich habe ich mir vorgenommen meinen kasten mal auszumisten. früher war in den kästen platz für alle klamotten meines jetzige ex-freundes, teilweise waren da sachen von littleguy und natürlich auch meine. heute ist alles randvoll mit meinem zeug. ich muss mich wirklich fragen, wie ich mich jeden morgen fragen kann "was zieh ich bloss an ??" - ich habe so undendlich viele klamotten. aber jetzt muss ich mich echt mal aufraffen und rausschmeissen, was ich sowieso nicht anziehe. hach.
kinomu - 28. Jul, 00:09

ich muß schmunzeln, wenn ich das lese.

erinnert mich an:

"Bis vor einigen Jahren hatte ich das Problem, daß ich zweierlei Dinge nicht wegwerfen konnte, Brot und Bücher. Meine Bibliothek glich einer literarischen Müllhalde. Alle Bücher, von denen ich mit Sicherheit wußte, daß mir die Zeit für sie zu kostbar war, lungerten dort herum und forderten mich, wenn ich nahe kam, auf, endlich über ihre Zukunft zu entscheiden. Sie waren auch nicht von der Art, daß mir ein Besucher mit Entzücken und Bewunderung hätte zurufen können: "Was, du hast eine Gesamtausgabe von Fernando Pessoa?" sondern mehr der Art, daß ich zu befürchten hatte, irgendwann einmal für einen Geschmack geradestehen zu müssen, den ich gar nicht hatte. Und so kam es zu meiner ersten Schenkung an den Flohmarkt der Katholischen Jugend." (Du weißt sicher, wer das geschrieben hat.)

ferromonte - 28. Jul, 11:52

ad hoc

könnte ich es nicht sagen, aber mit deiner hilfe werd ichs erfahren, oder? :-)
kinomu - 28. Jul, 20:05

Josef Haslinger:

Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm (S.67)
ferromonte - 28. Jul, 23:30

das buch

hab ich sogar gelesen, vor 2 jahren, und irgendwie kam es mir bekannt vor. ich weiß, was ich zu tun habe: schenkung an flohmarkt der kath jugend.. oder caritas. oder wer braucht und will.
kinomu - 29. Jul, 00:08

wer braucht und will?
hmm... was hast du denn abzugeben?
Zorra - 29. Jul, 13:08

Pepe Carvalho,

der Komissar aus den Romanen von Manuel Vazquez Montalban verbrennt seine Bücher, und natürlich sind alle geschockt. Ich auch! Aber es ist auch eine Art aufzuräumen... ;-)

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