da sind menasse, heller, schindel, rabinovic und jelinek als nachfolger von kraus, freud, mahler etc. angeführt.
was den angeführten gemeinsam ist, ist eben ihre künstlerische potenz, ihr vermögen, auf dem kunstmarkt sich nicht nur durchzusetzen sondern auch erfolgreich zu sein. und ihre jüdische herkunft.
kulturelles gewissen: das heißt doch im klartext, wir sollen uns darüber im klaren sein, daß viele der spitzen der "österreichischen" kultur damals wie heute eben jüdischer abstammung sind.
ist nicht allein diese feststellung ein zugeständnis zum rassismus?
warum müssen immer die unterschiedlichkeiten betont werden? warum müssen manche immer ihr eigenes süppchen kochen?
ich kann nachvollziehen, daß die jüdische religion ihren eigenen ritus und ihre eigenen tradition hat, und daß das in der IKG gelehrt werden will und soll. schulen, kulturelle veranstaltungen usw. ja, ok. soll gefördert werden, wie eben auch rest-österreichische kuturelle belange gefördert werden. wenn ein literaturpreis vom BKA vergeben wird oder ein förderstipendium, dann wird es dort keine rolle spielen, ob der preisträger mosaischen bekenntnisses ist, röm. kath. oder o.b.
die frage der "erbschuld" ist doch vorhanden. nicht nur in den argumentationen beider seiten, man arbeitet mit schuldkoplexen, das ist wichtig zu sehen, denn daraus kann neuerlich antisemitismus wachsen.
s. wiesenthal hat einmal vor laufender kamera gesagt: "niemals vergessen und niemals vergeben."
das ist nichts anderes als eine kriegsansage. richtig muß es heißen: "vergeben, aber niemals vergessen."
der rat an schüssel, in kraus' werken zu blättern, ist - sofern kein zynismus - wohlgemeint. aber schüssel wäre vielleicht besser mit der "strudlhofstiege" beraten.
gegen die ausdrückliche betonung bin ich normalerweise auch. sichtlich muss das aber sein, sonst vergessen wir, woher wir kommen und wer wir sind. so wie wir "echten wiener" aus ungarn, böhmen, tschechen, etc. stammen, waren es bis vor dem holocaust jüdische familien. ein hilmar kabas hat ja auch längst vergessen, woher sein name rührt.
und immer wieder wird argumentiert mit der sogenannten "jüdischen weltverschwörung" - nicht wortwörtlich, aber in den hinterköpfen steckt das immer noch fest.
wiesenthals aussage finde ich aber auch nicht ok, da muss ich zustimmen.
btw, die strudlhofstiege hab ich leider nicht gelesen.
keine frage der "erbschuld",
rauscher-artikel
was den angeführten gemeinsam ist, ist eben ihre künstlerische potenz, ihr vermögen, auf dem kunstmarkt sich nicht nur durchzusetzen sondern auch erfolgreich zu sein. und ihre jüdische herkunft.
kulturelles gewissen: das heißt doch im klartext, wir sollen uns darüber im klaren sein, daß viele der spitzen der "österreichischen" kultur damals wie heute eben jüdischer abstammung sind.
ist nicht allein diese feststellung ein zugeständnis zum rassismus?
warum müssen immer die unterschiedlichkeiten betont werden? warum müssen manche immer ihr eigenes süppchen kochen?
ich kann nachvollziehen, daß die jüdische religion ihren eigenen ritus und ihre eigenen tradition hat, und daß das in der IKG gelehrt werden will und soll. schulen, kulturelle veranstaltungen usw. ja, ok. soll gefördert werden, wie eben auch rest-österreichische kuturelle belange gefördert werden. wenn ein literaturpreis vom BKA vergeben wird oder ein förderstipendium, dann wird es dort keine rolle spielen, ob der preisträger mosaischen bekenntnisses ist, röm. kath. oder o.b.
die frage der "erbschuld" ist doch vorhanden. nicht nur in den argumentationen beider seiten, man arbeitet mit schuldkoplexen, das ist wichtig zu sehen, denn daraus kann neuerlich antisemitismus wachsen.
s. wiesenthal hat einmal vor laufender kamera gesagt: "niemals vergessen und niemals vergeben."
das ist nichts anderes als eine kriegsansage. richtig muß es heißen: "vergeben, aber niemals vergessen."
der rat an schüssel, in kraus' werken zu blättern, ist - sofern kein zynismus - wohlgemeint. aber schüssel wäre vielleicht besser mit der "strudlhofstiege" beraten.
schon richtig,
und immer wieder wird argumentiert mit der sogenannten "jüdischen weltverschwörung" - nicht wortwörtlich, aber in den hinterköpfen steckt das immer noch fest.
wiesenthals aussage finde ich aber auch nicht ok, da muss ich zustimmen.
btw, die strudlhofstiege hab ich leider nicht gelesen.