wolf wondratschek
war gestern im TV-gespräch auf 3sat zu sehen und zu hören. ein interessantes gespräch, das mein bild der ausnahmeerscheinung wolf wondratschek etwas verändert und erweitert hat.
wondratschek sagte über sich selbt, er habe die karriere eines enzensberger-ähnlichen deutschen parade-intellektuellen bewußt vermieden, weil er das genau nicht wollte. das ist leicht gesagt ...
auch eine sehr reife selbsteinschätzung ("den deutschen gesellschaftsroman wird man von mir nie bekommen, weil ich das auch gar nicht könnte", und - gefragt nach seiner "summa"- "vielleicht ist das buch noch nicht geschrieben, vielleicht aber ist es auch nur ein zweizeiler, der das wesentliche beinhält ..") hat er an den tag gelegt.
w.w. sprach auch über drogen und deren anwendung beim schreiben. und über seine ersten sexuellen erfahrungen mit 14 jahren, die "alles umfasst und ausgereicht hätten, um einen normalen bürger reif für eine psychiatrische anstalt zu machen".
insgesamt ein beeindruckender auftritt. auch zum nachdenken anregend. wondratschek hat auch was geheimnissvolles, sehr sympathisches, wie ein mensch, der seine karten offen auf den tisch legt, und trotzdem nach den letzten dingen sucht, die man nicht wirklich benennen kann.
er lebt ja zur zeit in wien, um die "langsamkeit" hier mitzuerleben. und geht ins hawelka. ich spiele mit dem gedanken, ihn dort mal zu besuchen ...
btw.: wiederholung der sendung am
Fr 11. Juli 2003:
13.15 Gero von Boehm begegnet: Wolf Wondratschek 3sat-Gesprächsreihe
wondratschek sagte über sich selbt, er habe die karriere eines enzensberger-ähnlichen deutschen parade-intellektuellen bewußt vermieden, weil er das genau nicht wollte. das ist leicht gesagt ...
auch eine sehr reife selbsteinschätzung ("den deutschen gesellschaftsroman wird man von mir nie bekommen, weil ich das auch gar nicht könnte", und - gefragt nach seiner "summa"- "vielleicht ist das buch noch nicht geschrieben, vielleicht aber ist es auch nur ein zweizeiler, der das wesentliche beinhält ..") hat er an den tag gelegt.
w.w. sprach auch über drogen und deren anwendung beim schreiben. und über seine ersten sexuellen erfahrungen mit 14 jahren, die "alles umfasst und ausgereicht hätten, um einen normalen bürger reif für eine psychiatrische anstalt zu machen".
insgesamt ein beeindruckender auftritt. auch zum nachdenken anregend. wondratschek hat auch was geheimnissvolles, sehr sympathisches, wie ein mensch, der seine karten offen auf den tisch legt, und trotzdem nach den letzten dingen sucht, die man nicht wirklich benennen kann.
er lebt ja zur zeit in wien, um die "langsamkeit" hier mitzuerleben. und geht ins hawelka. ich spiele mit dem gedanken, ihn dort mal zu besuchen ...
btw.: wiederholung der sendung am
Fr 11. Juli 2003:
13.15 Gero von Boehm begegnet: Wolf Wondratschek 3sat-Gesprächsreihe
ferromonte - 9. Jul. 2003, 13:32











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