hurch zu österreich und seipel
aus der eröffnungsrede des viennaledirektors hans hurch im standard.
Dieses von einem führenden kulturpolitischen Kopf der Wende geleitete Museum hatte zwar eine Alarmanlage, diese Alarmanlage funktionierte aber so ähnlich wie Öffentlichkeit und Gesellschaftskritik in Österreich. Jedes Mal, wenn es Alarm gab, schaltete der Wächter sofort die Anlage ab, ohne überhaupt auf den Monitor zu schauen. Ebenso reflexartig entledigen sich Politiker der Kritik der Öffentlichkeit und schalten ab, wenn ein Künstler oder Philosoph oder ein engagierter Verantwortlicher Alarm schlägt. Wenn allerdings ein solcher kritischer Alarmgeber oder eine Alarmgeberin einmal einen bedeutenden internationalen Preis bekommt, beeilen sich jene Wächter, die sonst nur Abwinken und Abschalten kennen, als erste zu gratulieren. Vielleicht ist das vor allem, um auch mit auf den Monitor zu kommen.(...)Merkwürdige Reisen, Einkäufe, Überweisungen, Spenden und Firmen, mit denen man alles und doch wieder nichts zu tun hat und so weiter zeichnen ein Bild von politischen Individuen, die sich außerhalb jedes Verwaltungsgrundsatzes und jedes Rechtsstandards stellen, deren Einhaltung von jedem anderen Staatsbürger selbstverständlich verlangt wird. Wer aber zu herrschenden Kaste gehört, steht nach seinem eigenen Empfinden offenbar außerhalb dieses Rechts, oder oberhalb. jaha, und Zur Allegorie der österreichischen Regierung gehört diese Kaste selbstgerechter, sich jeder öffentlichen Kontrolle entziehender Machthaber und Funktionäre, die auch nichts dabei findet, wenn der selbe Direktor programmatisch einer "kaiserlichen Hoheit", wie er Otto Habsburg nannte, seinen untertänigsten Gruß entbietet. Sie fordern dann, wie der Kanzler, der sich in dieser Kontroverse doch ausnahmsweise zu Wort meldete, "mehr Demut vor historischen Figuren". Ich würde meinen, es kommt immer darauf an, vor welchen Figuren. - Ich halte dies für eine offiziöse Art von Republikverhöhnung durch Untertanen, die nach oben gelangt sind und nun selber herrschen. Mit Republik hat das nichts zu tun, aber dagegen zu revoltieren ist sinnlos. Darüber kann man nur lachen, wenn man noch lachen kann ...
Dieses von einem führenden kulturpolitischen Kopf der Wende geleitete Museum hatte zwar eine Alarmanlage, diese Alarmanlage funktionierte aber so ähnlich wie Öffentlichkeit und Gesellschaftskritik in Österreich. Jedes Mal, wenn es Alarm gab, schaltete der Wächter sofort die Anlage ab, ohne überhaupt auf den Monitor zu schauen. Ebenso reflexartig entledigen sich Politiker der Kritik der Öffentlichkeit und schalten ab, wenn ein Künstler oder Philosoph oder ein engagierter Verantwortlicher Alarm schlägt. Wenn allerdings ein solcher kritischer Alarmgeber oder eine Alarmgeberin einmal einen bedeutenden internationalen Preis bekommt, beeilen sich jene Wächter, die sonst nur Abwinken und Abschalten kennen, als erste zu gratulieren. Vielleicht ist das vor allem, um auch mit auf den Monitor zu kommen.(...)Merkwürdige Reisen, Einkäufe, Überweisungen, Spenden und Firmen, mit denen man alles und doch wieder nichts zu tun hat und so weiter zeichnen ein Bild von politischen Individuen, die sich außerhalb jedes Verwaltungsgrundsatzes und jedes Rechtsstandards stellen, deren Einhaltung von jedem anderen Staatsbürger selbstverständlich verlangt wird. Wer aber zu herrschenden Kaste gehört, steht nach seinem eigenen Empfinden offenbar außerhalb dieses Rechts, oder oberhalb. jaha, und Zur Allegorie der österreichischen Regierung gehört diese Kaste selbstgerechter, sich jeder öffentlichen Kontrolle entziehender Machthaber und Funktionäre, die auch nichts dabei findet, wenn der selbe Direktor programmatisch einer "kaiserlichen Hoheit", wie er Otto Habsburg nannte, seinen untertänigsten Gruß entbietet. Sie fordern dann, wie der Kanzler, der sich in dieser Kontroverse doch ausnahmsweise zu Wort meldete, "mehr Demut vor historischen Figuren". Ich würde meinen, es kommt immer darauf an, vor welchen Figuren. - Ich halte dies für eine offiziöse Art von Republikverhöhnung durch Untertanen, die nach oben gelangt sind und nun selber herrschen. Mit Republik hat das nichts zu tun, aber dagegen zu revoltieren ist sinnlos. Darüber kann man nur lachen, wenn man noch lachen kann ...
ferromonte - 29. Okt. 2004, 18:06