sie hat mich nicht geärgert, falls sie das meinen. ich finde es gut, daß sie den nobelpreis bekommt. aber ich wüsste gerne, ob die jury ihre bücher gelesen hat, und wenn ja, ob im schwedischen original oder in der deutschen übersetzung. und was sie denken oder dachten bei diesem entscheid. und ob sie schon mal in österreich waren.
Und ins Französische. Wenn auch in kleine Häuser. Die Bücher bis zur Klavierspielerin sind meines Wissens in noch weitere Sprachen übertragen worden, danach trat international wohl Ruhe ein. Dieses Faktum ist in der Tat hochinteressant: Es erlaubt nämlich die Hoffnung, daß Bücher, die ins Innere einer Sprache selbst gehen und deshalb riesige Transferprobleme verursachen, dennoch wahrgenommen werden. Denken Sie etwa an Übersetzungsprobleme bei Arno Schmidt. Was darüber hinaus Jelinek und Pilz für Pynchon geleistet haben, kann eigentlich nur mit den Anstrengungen verglichen werden, die für Joyce unternommen wurden.
ich denke eben auch, daß autoren wie die jelinek eigentlich nicht übersetzbar sind, eben wegen jelineks sprach"artistik". wie sollen die juroren eigentlich verstehen, was sie da tun, sofern sie nicht sehr gut deutsch beherrschen? mit der übersetzung von jelinek und piltz ("enden der parabel") kämpfe ich - immer wieder denke ich daran, das buch im original zu lesen, aber auch dafür fehlt mir kraft und konsequenz.
Ich hatte bei den "Enden der Parabel" überhaupt kein Problem.
Nachdem ich mich mal eingelassen hatte und - vor allem - die Lektüre in weiten Zügen zu mir nahm, also nicht oft unterbrach. Übrigens ist es ganz hilfreich, mit "V." zu beginnen, das von "Gravity's Rainbow" gewissermaßen wiederaufgenommen wird. Aber ich werd jetzt den Teufel tun, Sie an Ihrer "Aktuellen Lektüre" zu hindern. *Lacht.* Dafür gilt nämlich Ähnliches.
Sie ist ins Schwedische übersetzt.
Ich hatte bei den "Enden der Parabel" überhaupt kein Problem.