den eigenen weg gehen
ein artikel zu hermann hesse von anke velmeke, der mich berührt, als hätte ich auf dem dachboden eine kiste mit meinen schätzen aus der vergangenheit gefunden, und mitten drinnen einen kleinen diamant.
ferromonte - 7. Aug. 2004, 9:09
seltsamer zufall,
http://www.20six.de/elsa_laska1
dies ist der versuch, einen link einzugeben, das wird sicherlich kläglich scheitern. dann versuche ich zu korrigieren.
ja, gescheitert. nun habe ich es noch mal konventionell versucht ...
schöne grüße, anobella
der steppenwolf hat sicher nichts mit kafka's amerika zu tun, hesse hat sich den steppenwolf regelrecht aus der seele gerissen, er ist sein ureigenstes baby. und sein mißverstandenstes dazu, wenn sie mich fragen.
schade, daß sie hesse nicht mehr lesen können, wahrscheinlich liegt es am "stil", der macht den meisten probleme. aber das ist wie in der musik: man muß sich einhören, mit dem inhalt dahinter in kontakt kommen und nicht interpretierend drangehen, dann bekommt das ganze gesicht ...
ich weiß nur, dass es ein rororo-taschenbuch war, das mir so gut gefiel.
ich finde es auch schade, dass ich hesse nicht lesen kann; das heißt, ich kann es ja, ich habe zwei bücher von ihm die letzten tage aus einer sentimentalität heraus gelesen, nur kann es nicht mehr genießen. das meditative steckte in siddharta, in narziß und goldmund und im glasperlenspiel, wenn ich mich recht erinnere ...
der steppenwolf hat glänzende passagen und sprachlich liegt er mir sehr. die sprache ein kunstwerk und mich das manuskript interessieren; wie oft er dahin herumgestrichen hat, bis diese sprache so heraus gemeißelt war). aber mir ist der roman zu konstruiert - der "traktat vom steppenwolf" zu erratisch dazwischen gestellt und das magische theater ist nicht schön verrückt, sondern bemüht verrückt - ich glaube nicht, dass verrücktheit hesses stärke war, während sie kafkas zweites wesen war. wenn ich mal zeit habe, schaue ich es vielleicht mal nach, ob es nicht doch paralleelen zu "amerika" gibt. den roman hat kafka übrigens wie alle seine romane aufgegeben, weil ihm die komposition aus den fugen ging und er sich in mäandernde substories verfranste.
er war der dichter der "kleinen literatur".
herzliche grüße, anobella