eben beim laufen
vorbeilaufen an gemähten kornfeldern, an deren weit entfernten rändern die bauern hausgroße quader aus stroh errichtet haben; weiter vorne nasse bezirke der straße, wo die bewässerungsstrahlen hinreichen. dort begleiten mich wiederkehrende regenbogen (kurosawa: "träume") und kühle tropfenschauer, und wenn ich diese dunkelgrauen augen und münder überquere, spüre ich die kühle und feuchtigkeit, nach der jeder zentimeter ausserhalb der dunklen kreise hier und in den feldern lechzt.
das schwitzen ist angenehm, selbst wenn die flüssigkeit durch die brauen in die augen rinnt, es geraten auf einigen ebenen dinge in bewegung. auch die gedanken beginnen ihre kreisbahnen zu verlassen und laufen neben mir her, meine schatten. die ideen wehen wie kühler wind durch meine stirn; und ich lächle trotz des schweißes, weil ich mich wieder lebendig finde, wo mich schon die angst vor dem verschwinden gepackt hatte. aber ich war da, immer, nur letztens nicht zu sehen für mich, weil mir wattebauschen und schaumwolken den blick verstellt hatten.
das schwitzen ist angenehm, selbst wenn die flüssigkeit durch die brauen in die augen rinnt, es geraten auf einigen ebenen dinge in bewegung. auch die gedanken beginnen ihre kreisbahnen zu verlassen und laufen neben mir her, meine schatten. die ideen wehen wie kühler wind durch meine stirn; und ich lächle trotz des schweißes, weil ich mich wieder lebendig finde, wo mich schon die angst vor dem verschwinden gepackt hatte. aber ich war da, immer, nur letztens nicht zu sehen für mich, weil mir wattebauschen und schaumwolken den blick verstellt hatten.
ferromonte - 4. Aug. 2004, 20:13
Gut
Eine kräftige Selbsterfahrung, denke ich,
obschon mir persönlich Laufen zuwider ist.
Unsere Vorfahren sind gegangen, nur bei Gefahr gelaufen;
darum finde ich Laufen absurd, Wandern geschichtlich kohärent...