THgrendel - 24. Mai, 15:16

Naja.

Die schlechte Grammatik lass ich mir ja manchmal umhängen. Sollte ich besser können. Ob der Herr Martin, jetzt Verbündeter oder Feind vom Haiderlein ist - welches ich übrigens weder erwähnt noch behauptet noch impliziert habe - ist mir auch ziemlich wurscht.
Aber zum Kern:
1) Nehme ich in unserer Gesellschaft niemandem übel, wenn er alles Geld mitnimmt, das ihm rechtlich zusteht. Macht in der "freien Wirtschaft" auch keiner anders.
2) Ob die Abgeordneten zu jedem beliebigen Parlament viel oder wenig Geld kassieren macht im Gesamtbudget sowas von keinem Unterschied.
3) Habe ich die unehrenwerten Ziele hauptsächlich der Kronenzeitung zugeschrieben, deren illiberale autoritäre Grundhaltung ausser Debatte stehen sollte.

Zu der Sprache in der Teile meines Weblogs verfasse:
Ich muß die Entscheidung für die Sprache in der ich schreibe nicht rechtfertigen. Hier findet sich ein Grund. Danke.

ferromonte - 24. Mai, 18:58

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1) das ist eine position, die es sich sehr einfach macht, weil sie einfach gesetze per se als moralische instanz nimmt und sagt: wenns im gesetz steht, isses ok. und die "freie wirtschaft" ist auch so ein gefährlicher vergleich, weil da ALLES erlaubt ist (wie im krieg und in der liebe), nur draufkommen darf halt niemand ...
2) selbst wenn das rechnerisch stimmen könnte, wäre es doch eine gleichgültige haltung, die eine breite wählerschicht wohl so nciht hinnehmen würde. man käme sich eben verarscht vor, verstehen sie.
3) die kronenzeitung ist mir - um ihr wort zu verwenden - ziemlich wurscht. man zitiert aber meist in einem erkenntlichen zusammenhang, denke ich.

sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen, hier werden ja nur meinungen verkündet; wenn ihr blog weltweit so heftig gelesen wird - und allein wenn sie freude dran haben - sollen sies ruhig auf englisch schreiben. auf mich wirkt das halt so, wie oben erwähnt. :) nichts für ungut.
kinomu - 26. Mai, 04:27

ad "ad 1)"

klar gibt es fälle, in denen rechtlich einwandfreies moralisch bedenklich sein kann. wenn zum beispiel ein manager 20 000 mitarbeiter kündigen möchte, weil die kosten zu hoch seien und gleichzeitig einen bonus verlangt, der so hoch ist wie die 20 000 gehälter. als so ein fall in schweden bekannt wurde, war die karriere des unverschämten zu ende. für so etwas hat niemand verständnis.

was aber an der reisekostenregelung des europäischen parlaments unmoralisch sein soll, sehe ich nicht. ich habe den eindruck, dass hpm den anderen, sich korrekt verhaltenden parlamentariern etwas unterstellen und die institution schädigen möchte, um persönlichen nutzen daraus zu ziehen. das finde ich unmoralisch und vermutlich ist das auch der grund, warum er auf so wenig verständnis stösst.
ferromonte - 26. Mai, 11:06

lieber kinomu,

wir können wahrscheinlich beide nichts belegen;
das gesamtbild der EU bringt mich aber dazu, die aufgeregt "verleumdung" und "ungeheuerlich" schreienden quatschköpfe, die die immer selben phrasen wiederholen für weniger glaubwürdig zu halten als martin. er ist mutig und nicht unsympathisch, wenn er sich auch sicher am rande bewegt und mit seinem auftreten bisher keine freunde gemacht hat.
ich denke mir außerdem daß im fall von martin, der nicht auf diesen job angewiesen wäre (weil er auch anderes seine brötchen verdienen könnte - im gegesatz zu vielen politikern, die anderwo so gut wie erschossen wären) und quereinsteiger ist, ein zeichen von echter unabhängigkeit sein kann, gehört er doch keinem verein an und leiert keine ideologie und das aktuelle programm seines parteichefs nach - in anderen fällen für inkompetenz sprechen könnte;
martin ist offensichtlich ein intelligenter mann, der übrigens auch umgangsformen hat imgegesatz zu anderen, und für mich glaubwürdig an der raschen beseitigung der mißstände interessiert ist, was ich leuten wie swoboda, stenzel, bösch, voggenhuber etc. nicht abnehme: zu offensichtlich ist ihr ewig gleiches lamento und ihr typ. politiker-verhalten). ob das reicht, um ihn zu wählen, ist (auch für mich) eine andere sache.
schaden fügt er dem EU-parlament oder welcher institution auch immer mit sicherhheit nicht zu, denn wenn es zu einer beseitigung dieser und anderer mißstände kommt, kann das für das parlament und die parlamentarier nur von nutzen sein: sie werden besser und glaubwürdiger.

wer der institution schadet:
jeder einzelne korruptionsfall, schlechte gesetze und verordnungen, langwierige und sinnlose ineffektive arbeitsprozesse, zu keinem ergebniss führende abstimmungen (wie in der UNO, die sich auch auch selbst lähmt und entscheidungs- und handlungsunfähig und dadurch eine karikatur ihrer selbst ist, aber unmengen von geld verschlingt); entscheidungen wie die jüngste sache mit dem transgenen mais, den 80% der bevölkerung ablehnen! oder die großartigen ereignisse um die transitproblematik; politiker, die lügen, undemokratische strukturen, und die frustration der wähler, die da zusehen zu müssen und nichts tun zu können als alle 5 jahre swoboda, voggenhuber, stenzel & co für das voting für weitere 5 jahre betteln zu hören.

auf soo wenig verständnis stösst martin gar nicht, wirst schon sehen.
wie schon gesagt, unmoralisch finde ich etwas anderes.

martin hat mehr durchblick und eine bessere (weil umfassender, sozialer, menschlicher, gerechter) intention was den kurs der EU betrifft als alle anderen eurpäischen österreichischen abgeordneten zusammen.

inwiefern martin mehr "persönlichen nutzen daraus ziehen" möchte als jeder andere, der bei der kommenden wahl kandidiert, müsstest du mir auch noch erläutern.
kinomu - 26. Mai, 16:32

ich sehe die reisekostenregelung nicht als missstand. vielleicht wäre eine andere lösung billiger, vielleicht teurer, das weiss ich nicht - moralisch unbedenklich scheint sie mir jedenfalls zu sein.
wenn jetzt einer mit dem ziel, gewählt zu werden so tut, als wäre die regelung skandalös und als wären alle, die sich danach richten gauner, sieht das für mich nach verleumdung aus. ich habe nicht gehört, dass andere etwas derartiges tun - das zu deiner frage.
ferromonte - 26. Mai, 16:34

herrjeh!
wie soll ich das verstehen?
würdest du steuern zahlen, wäre es dir vielleicht weniger egal? die taggeld-affäre und spesenabrechnung sind doch nur die spitze eines eisberges.
es geht um den grundlegenden kurs, den die EU steuert, um die mangelnde demokratie - und darum, daß man die dinge verbessert. nicht weiterschleppt und möglichst viel in den fünf jahren an geld abräumt und leere worte macht.

apropos gauner, die sich nur an regelungen halten: wie ich schon oben sagte: regeln allein bedeuten nicht eine ablösung von der eigenen verantwortung; die eigenverantwortlichkeit muß sinnvolle regeln aufstellen.

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