typenlehre
"Man lebte also nach dieser Typenlehre, fand sich dabei angenehm objektiviert und litt auch nicht mehr an sich, weder an seiner Herkunft noch an seiner vielleicht schuppigen, schweißfüßigen Identität, noch an den täglich neu gestellten Weiterlebensbedingungen; als Typ trat ein Menschlein aus seiner beschämenden Einsamkeit und Beziehungslosigkeit hervor, verlor sich und wurde doch einmal wer, wenn auch nur im Vorübergehen."
(Peter Handke, Wunschloses Unglück 1972)
(Peter Handke, Wunschloses Unglück 1972)
ferromonte - 26. Apr. 2004, 22:00
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