licht
die paar sonnenstrahlen, die durch den kalten wind dringen und von den weißen wänden der hausfassaden reflektiert werden, ziehen mich hinaus. wie dringend wir doch die sonne brauchen, wie lebenswichtig das sonnenlicht ist. angeblich soll ein solarium helfen gegen winterdepression: ich weiß nicht.
jetzt: rausrennen, sich gegen den wind stemmen, laufen, und in den wind schreien, ja, das ist es was ich gleich machen werde ...
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-- da bin ich wieder: es war ein lichtsturm, eine oper des lichtes dort draußen, und meine speicher sind gefüllt, randvoll. draußen an den altarmen der donau sind nur ein paar vögel, bäume, schilf, eis und wasser und das LICHT.
und der kalte wind reinigt die windungen des gehirns von den redundanten stumpfen gedanken, die meine ganglien blockieren und die wahrnehmung unmöglich machen .. kein mensch zu sehen, das tut gut, und die felder voller saatkrähen, sie fliegen auf als ich meine kamera herausnehme, als würden sie nicht aufs bild wollen.
da fühlst du ingeborg bachmanns worte aus "die gestundete zeit":
....
Sieh dich nicht um.
Schnür deinen Schuh.
Jag die Hunde zurück.
Wirf die Fische ins Meer.
Lösch die Lupinen!
Es kommen härtere Tage.
-- --
am eis ist es ein spiel des lichtes mit dem wasser, in seiner flüssigen wie seiner festen form. da schauen dir formen entgegen, wie sie nur dieses eine mal entstehen konnten, die vielleicht morgen schon anders oder überhaupt nicht mehr da sind. und diese unberechenbare einzigartigkeit, die doch den naturgesetzen folgt und in ihrer hohen komplexität das gefühl, schönes wahrzunehmen, auslöst, ist vergänglich und der ständigen metamorphose unterworfen, so wie unser leben - nur wehren wir uns dagegen und wollen es nicht: die angst vor veränderungen ist der indikator für die un-eigentlichkeit unserer existenzen.

auf dem heimweg finde ich auf der straße ein kleines sylvester-schwein aus keramik, ein glücksbringer. glänzelnd liegt es auf dem asphalt, vier kleine punkte als füße. ich hebe ihn auf und stecke ihn ein, wer weiß wofür er gut sein wird ..
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jetzt: rausrennen, sich gegen den wind stemmen, laufen, und in den wind schreien, ja, das ist es was ich gleich machen werde ...
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-- da bin ich wieder: es war ein lichtsturm, eine oper des lichtes dort draußen, und meine speicher sind gefüllt, randvoll. draußen an den altarmen der donau sind nur ein paar vögel, bäume, schilf, eis und wasser und das LICHT.
und der kalte wind reinigt die windungen des gehirns von den redundanten stumpfen gedanken, die meine ganglien blockieren und die wahrnehmung unmöglich machen .. kein mensch zu sehen, das tut gut, und die felder voller saatkrähen, sie fliegen auf als ich meine kamera herausnehme, als würden sie nicht aufs bild wollen.
da fühlst du ingeborg bachmanns worte aus "die gestundete zeit":
....
Sieh dich nicht um.
Schnür deinen Schuh.
Jag die Hunde zurück.
Wirf die Fische ins Meer.
Lösch die Lupinen!
Es kommen härtere Tage.
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am eis ist es ein spiel des lichtes mit dem wasser, in seiner flüssigen wie seiner festen form. da schauen dir formen entgegen, wie sie nur dieses eine mal entstehen konnten, die vielleicht morgen schon anders oder überhaupt nicht mehr da sind. und diese unberechenbare einzigartigkeit, die doch den naturgesetzen folgt und in ihrer hohen komplexität das gefühl, schönes wahrzunehmen, auslöst, ist vergänglich und der ständigen metamorphose unterworfen, so wie unser leben - nur wehren wir uns dagegen und wollen es nicht: die angst vor veränderungen ist der indikator für die un-eigentlichkeit unserer existenzen.

auf dem heimweg finde ich auf der straße ein kleines sylvester-schwein aus keramik, ein glücksbringer. glänzelnd liegt es auf dem asphalt, vier kleine punkte als füße. ich hebe ihn auf und stecke ihn ein, wer weiß wofür er gut sein wird ..
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ferromonte - 7. Feb. 2003, 11:33











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