sorry, aber den märtyrer nehme ich ihm nicht ganz ab...mit vollen hosen ist leicht stinken...selbst durch seine bücher zu wohlstand gekommen tue ich mir natürlich leichter missstände aufzuzeigen, als wenn ich abgeordneter nr. 345 der spanischen delegation mit knapp über 3000 euronen brutto bin...
natürlich ist eine pauschalabrechnung von reisekosten nicht richtig! richtig ist aber auch, dass die aufwandsentschädigungen für einen portugiesen mit 4 stunden anreise anders ausschauen müssen, als für den abgeordneten aus luxembourg, der quasi mit der s-bahn hinfährt. die illusion, dass dienstreisen etwas angenehmes sind, wird einem relativ früh genommen.
an einer - sicher nicht gerechten - aber doch einheitlichen Entlohnung der Abg. wird ja gearbeitet, habe ich neulich gelesen.
Der Ton macht halt die Musik - inwieweit HPM in den Gremien versucht hat, einen konstruktiven Änderungsvorschlag durchzubringen kann ich schwer beurteilen, aber es würde mich sehr wundern, wenn er das alles nicht auch ohne Eigennutz angezettelt hätte. Das nächste Buch "Mein Leben als HPMartin im EU-Parlament" ist sicher schon in der Pipeline...
Und von uns "normalen" Angestellten gibt auch keiner freiwillig was von seiner Überstundenpauschale zurück, wenn es mal ein ruhiger Monat war... ;-)
spricht von märtyrer?
martin hat doch was ausgesprochen gutes und mutiges getan mit seiner offenlegung und seiner initiative bzgl. der geldverschwendung in brüssel. ich bin überzeugt, daß das ohnhin nur ein winziges spitzchen eines eisberges ist.
daß er einen bestseller geschrieben hat und daraus auch geld verdient, hat doch mit dem ruf nach einem ende des spesensumpfes (7000 euren sind ja auch nicht wenig) nichts zu tun, oder? macht das seine initiative weniger mutig? muß man erst sehr reich sein, um mißstände widerlich zu finden und gegen sie aufzutreten?
und: wieso schweigen sich jetzt alle drüber aus?
die offenlegung aller bezüge sollte ohnehin selbstverständlichkeit für einen politiker sein - schliesslich bezahlen wir ihn. Deshalb kann ich da keine heroische Tat drin sehen. und ich denke halt schon den schritt weiter und befürchte, dass er seine Initiative für sich selbst ausschlachten wird - das ist eine böswillige Unterstellung meinerseits und die Zukunft wird zeigen, ob ich mich in ihm getäuscht habe.
ich werd den thread bookmarken und in einem halben jahr werde ich mich entweder entschuldigen oder "ich habs doch gleich gesagt" hier drunter schreiben ;-)
Nur um sicher zu gehen: ich bin absolut gegen die Verschwendung von Steuergeldern und Abg. sollen das bekommen was ihnen zusteht und nicht mehr. Transparent und je nach Aufwand.
Ich nehme nur dem hpm seine Rolle als Vorreiter von Ehrlichkeit und Weltverbesserung nicht ab. 3 Jahre hat er lt. Homepage ja auch die überhöhten Spesen kassiert und dann vergingen noch mal 2 Jahre bis zur Offenlegung. Es ehrt ihn, dass er dann keine Spesen mehr geltend gemacht hat - keine Frage!
was noch kommt ... ich habe martin ja auch nicht zum anbetungswürdigen götzen hochstilisiert; mir hats gefallen, daß einer hergeht und wirklich auspackt und sein zeug auf den tisch legt.
für mich zeugt jahrelange tätigkeit im EU-parlament (vor allem wenn mans nicht wegen dem geld tut) schon von einem sehr heftig ausgeprägten idealismus. und frei von eitelkeit ist ganz selten mal einer.
als alternativ-bild: ein parlamentarier oder spitzenfunktionär in österreich, der plötzlich für genaue und zweckmässige abrechungen eintritt ... ein minister, der keinen neuen luxus-dienstwagen braucht (den die steuerzahler blechen müssen).
(- da fällt mir etwa der neue vizekanzler und verkehrsminister aus dem schönen westen österreichs ein, herr gorbach. für den steht in seinem wohnort in vorarlberg, frastanz, ein eigener bundesland-dienstwagen bereit. undenkbar, daß der sowas machen würde. aber egal, wir untertanen sind diese ........ ja gewohnt.)
Aber selbstverständlich werde ich meine Ausgaben offenlegen
versprochen am 8.9.99 - getan am 4.2.04. Er hält Wort - wenn auch ein bisserl zeitverzögert ;-)
natürlich ist eine pauschalabrechnung von reisekosten nicht richtig! richtig ist aber auch, dass die aufwandsentschädigungen für einen portugiesen mit 4 stunden anreise anders ausschauen müssen, als für den abgeordneten aus luxembourg, der quasi mit der s-bahn hinfährt. die illusion, dass dienstreisen etwas angenehmes sind, wird einem relativ früh genommen.
an einer - sicher nicht gerechten - aber doch einheitlichen Entlohnung der Abg. wird ja gearbeitet, habe ich neulich gelesen.
Der Ton macht halt die Musik - inwieweit HPM in den Gremien versucht hat, einen konstruktiven Änderungsvorschlag durchzubringen kann ich schwer beurteilen, aber es würde mich sehr wundern, wenn er das alles nicht auch ohne Eigennutz angezettelt hätte. Das nächste Buch "Mein Leben als HPMartin im EU-Parlament" ist sicher schon in der Pipeline...
Und von uns "normalen" Angestellten gibt auch keiner freiwillig was von seiner Überstundenpauschale zurück, wenn es mal ein ruhiger Monat war... ;-)
wer
martin hat doch was ausgesprochen gutes und mutiges getan mit seiner offenlegung und seiner initiative bzgl. der geldverschwendung in brüssel. ich bin überzeugt, daß das ohnhin nur ein winziges spitzchen eines eisberges ist.
daß er einen bestseller geschrieben hat und daraus auch geld verdient, hat doch mit dem ruf nach einem ende des spesensumpfes (7000 euren sind ja auch nicht wenig) nichts zu tun, oder? macht das seine initiative weniger mutig? muß man erst sehr reich sein, um mißstände widerlich zu finden und gegen sie aufzutreten?
und: wieso schweigen sich jetzt alle drüber aus?
ich werd den thread bookmarken und in einem halben jahr werde ich mich entweder entschuldigen oder "ich habs doch gleich gesagt" hier drunter schreiben ;-)
Nur um sicher zu gehen: ich bin absolut gegen die Verschwendung von Steuergeldern und Abg. sollen das bekommen was ihnen zusteht und nicht mehr. Transparent und je nach Aufwand.
Ich nehme nur dem hpm seine Rolle als Vorreiter von Ehrlichkeit und Weltverbesserung nicht ab. 3 Jahre hat er lt. Homepage ja auch die überhöhten Spesen kassiert und dann vergingen noch mal 2 Jahre bis zur Offenlegung. Es ehrt ihn, dass er dann keine Spesen mehr geltend gemacht hat - keine Frage!
ja, schaun mir mal
für mich zeugt jahrelange tätigkeit im EU-parlament (vor allem wenn mans nicht wegen dem geld tut) schon von einem sehr heftig ausgeprägten idealismus. und frei von eitelkeit ist ganz selten mal einer.
als alternativ-bild: ein parlamentarier oder spitzenfunktionär in österreich, der plötzlich für genaue und zweckmässige abrechungen eintritt ... ein minister, der keinen neuen luxus-dienstwagen braucht (den die steuerzahler blechen müssen).
(- da fällt mir etwa der neue vizekanzler und verkehrsminister aus dem schönen westen österreichs ein, herr gorbach. für den steht in seinem wohnort in vorarlberg, frastanz, ein eigener bundesland-dienstwagen bereit. undenkbar, daß der sowas machen würde. aber egal, wir untertanen sind diese ........ ja gewohnt.)
edit: interessantes interview mit dem 'gläsernen' martin von 1999.
versprochen am 8.9.99 - getan am 4.2.04. Er hält Wort - wenn auch ein bisserl zeitverzögert ;-)