offen gesagt

haben sich gestern die jungen und alten im ORF TV ihre meinung zum aktuellen thema "pensionen".
Pensionisten sind eine riesige Wählergruppe mit überdurchschnittlich hoher Wahlbeteiligung; auch unter diesem Aspekt ist der Korrekturbeschluss der Bundesregierung vom Dienstag dieser Woche zu sehen, Klein- und Kleinstrentnern den heuer erlittenen Pensionsverlust zu ersetzen. Aber haben die Jungen, die künftigen Pensionisten, auch so eine mächtige Lobby wie die Alten?
da saßen leute wie charly blecha, ingrid korosec, der ewige sozial-experte marin und ein weiterer, wolfgang mazal, und zwei junge menschen aus dem volk.
die gruppe wiederholte bis zum erbrechen ihre standpunkte, blecha und korosec bestachen mit lügen, die sie selbst glaubten, mit lippenbekenntnissen und antipathie. der sozialexperte marin war wohlauf, er konnte die politiker rügen, nichts oder zu wenig zu tun, sich sogar ein wenig im gerechten zorn üben, weil er doch schon vor 3 jahren gesagt hatte ... der andere experte war weise: er hatte für alles seine sozio-psychologische und ethische analyse.
die jungen spielten die interessante, weil betretene/hoffnungslose rolle von jugendlichen, die versuchen ihren eltern gegenüber freundlich zu bleiben. sagten durchaus ihre meinung. blecha mimte den papa und korosec die mama: sie vermittelte, gab dies und jenes zu, meinte dann aber immer wieder friedensstiftend, man könne nur gemeinsam eine "harmonisiserung" erzielen, und die jetzige regierung mache ja endlich was etc. etc.. blecha hörte gar nicht zu, sondern sah dauernd auf die uhr und duzte seine freunde in der runde.
ein moderator, der an untauglichkeit nicht mehr zu überbieten war (franz ferd. wolf vom kurier). sein einsatz in dieser sendung: kalkül oder peinliche pleite?

ein sittenbild von österreich, auch strukturell.

eltern und kinder, ein hampelmann als moderator, und zwei experten.
bis auf die beiden jungen war niemand sonderlich beunruhigt, außer über den unmut der jugend, die "eltern" hatten ihre schäfchen schon im trockenen und hatten in ihrer machposition leicht rumsülzen.
die jungen nicht: spürbar an der existentiellen unruhe. angst vor der zukunft. das gefühl, ausgenommen zu werden von leuten, denen man nicht trauen konnte, weil sie nicht vertrauenswürdig waren. brigitte recher sagt es ganz deutlich: sie hat blecha schon als kind/jugendliche die selben lippenbekenntnisse und versprechungen verzapfen hören. und die anhaltende unerträglichkeit, dauernd zur mitarbeit eingeladen zu werden, aber niemals mitsprechen oder mitbestimmen zu können. ihre ganze generation.
man beendet die sendung mit dem gefühl, die generationen haben eine kluft zwischen sich: und den ersten schritt müssen die "eltern" machen, weil sie im unrecht sind.

ps: "eltern" und "kinder" sind metaphern für die beiden generationen und nicht für etwa die bevölkerungsschicht der pensionisten und der jungen unternehmer und angestellten etc.. die anwesenden vertreter sind symptomatisch: leute wie blecha und korosec symbolisieren geradezu die problemträger.

edit: der standard zur gestrigen TV diskussion.
sehpferd - 16. Feb, 22:37

Literatur oder Lösungsansatz?

Als Literatur vielleicht noch brauchbar, als politischer Beitrag einfach unglaublich schlecht und wieder so von Namen durchsetzt, dass es einem Nicht-Österreicher unmöglich ist, auch nur Ansatzweise der Diskussion zu folgen. Was wolltest Du eigentlich mit dem Beitrag erreichen?

ferromonte - 16. Feb, 22:45

nabend, und

danke für die kritische analyse. wenn du noch mehr dreck lesen willst, versuche das mal: http://ferromonte.twoday.net/stories/144539/

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