hilfe!
dieser TV werbespot, hier nicht in voller länge zu sehen, im TV aber schon, induziert sehr sonderbare gefühle beim seher. es wird hier für die al-fine-betreuung moribunder krebskranker geworben, so jedenfalls meine annahme. vielleicht liege ich aber auch schon darin falsch.
plot: der moribunde patient im fiktiven himmel gebärdet sich schwierig, meckert und ist unzufrieden ... schlußzeile: "unsere gäste sind leider sehr verwöhnt".
vielleicht finden wirklich viele menschen diese "werbung" ansprechend und denken daran, einem verwandten solch eine sterbebegleitung angedeihen zu lassen. oder wenigstens dafür zu spenden. die caritas hat geschmack gefunden am werben fürs sterben.
die staatlichen alten- und pflegeheime schwanken nur noch von einem skandal zum anderen, da erkennt man schnell die marktniesche und kann hemmungslos gutes tun.
man muß nicht einmal einen verwandten elend an krebs oder alzheimer zugrunde gehen sehen haben, um eine unbändige wut aufsteigen zu fühlen wegen dieser kampagnen.
es genügt die ganz normale, unvermüllte und unverfunnte empfindung angesichts menschlichen elends, um verzweifelt nach der intention zu suchen: was steckt für eine idee dahinter?
bin ich zu humorlos?
bin ich der kleine schlumpf mit dem anker-tatoo auf dem oberarm, der gegen alles ist, wie frau miss - wenn auch in anderem zusammenhang - neulich festgestellt hat?
sind meine gefühle altmodisch und reaktionär? bin ich ein anachronistischer moralapostel? hilfe!
plot: der moribunde patient im fiktiven himmel gebärdet sich schwierig, meckert und ist unzufrieden ... schlußzeile: "unsere gäste sind leider sehr verwöhnt".
vielleicht finden wirklich viele menschen diese "werbung" ansprechend und denken daran, einem verwandten solch eine sterbebegleitung angedeihen zu lassen. oder wenigstens dafür zu spenden. die caritas hat geschmack gefunden am werben fürs sterben.
die staatlichen alten- und pflegeheime schwanken nur noch von einem skandal zum anderen, da erkennt man schnell die marktniesche und kann hemmungslos gutes tun.
man muß nicht einmal einen verwandten elend an krebs oder alzheimer zugrunde gehen sehen haben, um eine unbändige wut aufsteigen zu fühlen wegen dieser kampagnen.
es genügt die ganz normale, unvermüllte und unverfunnte empfindung angesichts menschlichen elends, um verzweifelt nach der intention zu suchen: was steckt für eine idee dahinter?
bin ich zu humorlos?
bin ich der kleine schlumpf mit dem anker-tatoo auf dem oberarm, der gegen alles ist, wie frau miss - wenn auch in anderem zusammenhang - neulich festgestellt hat?
sind meine gefühle altmodisch und reaktionär? bin ich ein anachronistischer moralapostel? hilfe!
ferromonte - 16. Feb. 2004, 13:37
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