helligkeit
etwas ähnliches habe ich bisher nur ganz wenige male erlebt, meist auf einem berg, über den wolken oder in den strahlen der frühen oder späten sonne. diesmal kam es plötzlich und mitten in der stadt:
es wurde heller, in mir und um mich. da war kein druck mehr, kein gedanke, kein automatisches vorwärtsgehen - und ein tiefes verständnis für alles, warum wir so leben, warum wir die erde ausbeuten, so verzweifelt an den errungenschaften der technik hängen, warum wir meinen das wäre ein fortschritt. der sinn des daseins war mir fraglos klar, warum und wozu es steine, tiere, pflanzen und menschen gab, in welcher beziehung sie zu mir standen und in welcher beziehung ich zu den anderen menschen stehe. menschen, die mich sonst abstoßen, an einer bushaltestelle etwa, sah ich als das, was sie sind: verwirrte traurige oder in ihrem lebenskontext motivierte geschwister, ich hatte nur mitgefühl für sie, keine ablehnung mehr.
und, fast noch wichtiger: ich wusste plötzlich, daß ich im großen und ganzen immer richtig gehandelt hatte, meine bemühungen nicht umsonst gewesen waren die jahre hindurch. auch meine sicht der dinge war keine peinliche, belastende krankheit gewesen, nein;
es war als würde der vorhang ein wenig zur seite geschoben und ich konnte kurz die wirkliche landschaft sehen, die tatsächlich keine utopie war, sondern das land der sehnsucht, wo klares bewußtsein schon verwirklicht ist und frieden herrscht und das gute getan wird, ganz selbstverständlich.
und dann fiel der vorhang wieder zu, aber es blieb der funke in meinem herzen, von ihm weiß ich er wird mich wärmen und stärken in den kommenden tagen, und wenn ich es niemals wieder erleben sollte ist das auch gut so.
dafür sende ich meinen dank hinaus.
edit: später erinnerte ich mich daran
es wurde heller, in mir und um mich. da war kein druck mehr, kein gedanke, kein automatisches vorwärtsgehen - und ein tiefes verständnis für alles, warum wir so leben, warum wir die erde ausbeuten, so verzweifelt an den errungenschaften der technik hängen, warum wir meinen das wäre ein fortschritt. der sinn des daseins war mir fraglos klar, warum und wozu es steine, tiere, pflanzen und menschen gab, in welcher beziehung sie zu mir standen und in welcher beziehung ich zu den anderen menschen stehe. menschen, die mich sonst abstoßen, an einer bushaltestelle etwa, sah ich als das, was sie sind: verwirrte traurige oder in ihrem lebenskontext motivierte geschwister, ich hatte nur mitgefühl für sie, keine ablehnung mehr.
und, fast noch wichtiger: ich wusste plötzlich, daß ich im großen und ganzen immer richtig gehandelt hatte, meine bemühungen nicht umsonst gewesen waren die jahre hindurch. auch meine sicht der dinge war keine peinliche, belastende krankheit gewesen, nein;
es war als würde der vorhang ein wenig zur seite geschoben und ich konnte kurz die wirkliche landschaft sehen, die tatsächlich keine utopie war, sondern das land der sehnsucht, wo klares bewußtsein schon verwirklicht ist und frieden herrscht und das gute getan wird, ganz selbstverständlich.
und dann fiel der vorhang wieder zu, aber es blieb der funke in meinem herzen, von ihm weiß ich er wird mich wärmen und stärken in den kommenden tagen, und wenn ich es niemals wieder erleben sollte ist das auch gut so.
dafür sende ich meinen dank hinaus.
edit: später erinnerte ich mich daran
ferromonte - 5. Feb. 2004, 10:17
Ein wahnsinniges Gefühl
Mfg David Reisner