spiritualität und kirche
angeregt durch den netten plausch gestern und heute gibt es folgendes festzuhalten:
paradoxerweise sind alle großen kriege religionskriege, oder ideologie-kriege, es ist in diesem fall wohl dasselbe.
wahre religionen, oder auch in unserem fall das christentum, haben nichts mit amtskirchen zu tun; was nicht ausschließt, daß sich in einer amtskirche auch religiöse menschen finden können. aber wahrscheinlich finden sich derer mehr außerhalb solcher vereinigungen. das ist aber auch vielleicht nur meine alte skepsis vereinen gegenüber (auch hier passt er gut her), wer weiß.
wenn koran, veden, upanishaden, bibel oder thora zitiert oder interpretiert werden, dann ist meist falschheit im spiel, es sei denn, es handelt sich um einen religionswissenschaftlichen kontext: dann ist es interesse und faszination, kann es jedenfalls sein. im alltagszusammenhang aber bibelstellen als inspiration für affirmationen und fromme gedanken zu verwenden ... da stellen sich meine inneren epithelien auf. und nicht, weil ich der kirche so nahe stehe, wie gothe-streißl meint:" .... allerdings bin ich auch nicht aggressiv auf kirche, weil diese aggression ja nur ausdrückt, wie eng die beziehung zu ihr ist (vielleicht durch sozialisation)" (was nach NLP- od. ähnlichen schulungen klingt), sondern weil ich vom seelischen, körperlichen und geistigen mißbrauch, den die röm.-kath. kirche (und diese hat eben in unseren breiten macht und einfluß, leider nach wie vor) seit mittlerweile mehr als tausend jahren auf so viele von uns ausübt, das grauen bekomme. (dazu brauche ich nicht einmal einen groÄr, krenn oder schönborn, da genügt mir schon allein der "religionsunterricht" in den schulen. was für ein verbrechen am geist heranwachsender menschen, was für eine verblödung und traumatisierung der empfindlichen jungen seelen! was für eine hilflosigkeit auch immer ausgeht von mächtigen und armseligen kirchenvertretern in entscheidenden fragen) - es ist zu viel.
sicher gibt es patres, mönche und andere "geistliche", die sehr wohl was zu bieten haben an spiritualität. ich habe solche kennengelernt und sie haben mir geholfen ... ein einfacher mönch hat mir einmal zu der einsicht verholfen, wer "kirche" wirklich ist. ich werde immer voll freude und dankbarkeit an ihn denken. ich hasse die amtskirche nicht, aber ich möchte keine zweifel aufkommen lassen an meiner ablehnung des gesamten kirchenapparates.
was in den klöstern an kultureller leistung durch das mittelalter hin bis in die neuzeit vollbracht wurde steht ausser frage, ebenso was das tradieren der (humanistischen) bildung betrifft hat auch die kirche bzw. mitglieder der kirche viel geleistet.
aber spritualität -
ich ärgere mich oft, wenn jemand als sachwalter der spiritualität auftritt. ist sie doch etwas so persönliches, und - neben der liebe - das einzige, das nichts kostet im leben, und das wertvollste.
paradoxerweise sind alle großen kriege religionskriege, oder ideologie-kriege, es ist in diesem fall wohl dasselbe.
wahre religionen, oder auch in unserem fall das christentum, haben nichts mit amtskirchen zu tun; was nicht ausschließt, daß sich in einer amtskirche auch religiöse menschen finden können. aber wahrscheinlich finden sich derer mehr außerhalb solcher vereinigungen. das ist aber auch vielleicht nur meine alte skepsis vereinen gegenüber (auch hier passt er gut her), wer weiß.
wenn koran, veden, upanishaden, bibel oder thora zitiert oder interpretiert werden, dann ist meist falschheit im spiel, es sei denn, es handelt sich um einen religionswissenschaftlichen kontext: dann ist es interesse und faszination, kann es jedenfalls sein. im alltagszusammenhang aber bibelstellen als inspiration für affirmationen und fromme gedanken zu verwenden ... da stellen sich meine inneren epithelien auf. und nicht, weil ich der kirche so nahe stehe, wie gothe-streißl meint:" .... allerdings bin ich auch nicht aggressiv auf kirche, weil diese aggression ja nur ausdrückt, wie eng die beziehung zu ihr ist (vielleicht durch sozialisation)" (was nach NLP- od. ähnlichen schulungen klingt), sondern weil ich vom seelischen, körperlichen und geistigen mißbrauch, den die röm.-kath. kirche (und diese hat eben in unseren breiten macht und einfluß, leider nach wie vor) seit mittlerweile mehr als tausend jahren auf so viele von uns ausübt, das grauen bekomme. (dazu brauche ich nicht einmal einen groÄr, krenn oder schönborn, da genügt mir schon allein der "religionsunterricht" in den schulen. was für ein verbrechen am geist heranwachsender menschen, was für eine verblödung und traumatisierung der empfindlichen jungen seelen! was für eine hilflosigkeit auch immer ausgeht von mächtigen und armseligen kirchenvertretern in entscheidenden fragen) - es ist zu viel.
sicher gibt es patres, mönche und andere "geistliche", die sehr wohl was zu bieten haben an spiritualität. ich habe solche kennengelernt und sie haben mir geholfen ... ein einfacher mönch hat mir einmal zu der einsicht verholfen, wer "kirche" wirklich ist. ich werde immer voll freude und dankbarkeit an ihn denken. ich hasse die amtskirche nicht, aber ich möchte keine zweifel aufkommen lassen an meiner ablehnung des gesamten kirchenapparates.
was in den klöstern an kultureller leistung durch das mittelalter hin bis in die neuzeit vollbracht wurde steht ausser frage, ebenso was das tradieren der (humanistischen) bildung betrifft hat auch die kirche bzw. mitglieder der kirche viel geleistet.
aber spritualität -
ich ärgere mich oft, wenn jemand als sachwalter der spiritualität auftritt. ist sie doch etwas so persönliches, und - neben der liebe - das einzige, das nichts kostet im leben, und das wertvollste.
ferromonte - 11. Dez. 2003, 18:20