die proteste in griechenland sind nur allzu verständlich: in wirklich großem stil - unter einbezug aller EU-länder - sollen wieder die bürger die zeche zahlen, die nicht die ihre ist; feudal ist das. und mit hilfe der milliarden der EU fließen auf diese weise weitere ansehnliche gelder auf die konten derer, die für die misswirtschaft und den betrug der vergangenheit verantwortlich sind (staatsanleihen).
wann auf die strasse gehen, wenn nicht jetzt?
die aufständischen griechen haben meine volle unterstüzung und solidarität. es ist eine so ungeheure frechheit, was hier durchgezogen wird, dass man wirklich nur noch schreien kann. auf diese weise werden krisen und kriege vom zaun gebrochen - da braucht man nicht einmal verschwörungstheoretiker zu sein, um das zu erkennen.
das wird nicht einfach werden: ganz europa kann wirtschaftlich krachen gehen, wenn alles schief geht, was schief gehen kann. (als erstz dafür, dass die USA nicht längst krachen gegangen sind)
Es erschien am Montag fast nur als Randnotiz: Die EZB verkündete, jene Regel außer Kraft zu setzen, nach der sie als Sicherheit für Kredite an Banken nur Staatsanleihen mit einem befriedigenden Bonitätsbewertung annimmt. Die Mindestanforderung für bereits begebene und künftige griechische Staatsanleihen wird bis auf weiteres ausgesetzt. Das heißt mit anderen Worten: Die EZB nimmt nun auch Ramsch-Anleihen. (die presse)
ferromonte - 4. Mai. 2010, 12:12
was max frisch schon etwa 1982 wusste:
Was unsere amerikanischen Freunde erwarten: ein Wunder! - sie wollen gefürchtet werden und geliebt zugleich. Wenn uns das nicht gelingt, so empfinden sie es als Anti-Amerikanismus.
(Max Frisch, drittes Tagebuch, S. 33)
-> und
in der faz
ferromonte - 28. Apr. 2010, 16:59
15,62 prozent bei einer wahlbeteiligung von 49,17% sind eigentlich erschütternd viel für frau rosenkranz.
ferromonte - 25. Apr. 2010, 18:58
wir leben in einer zeit der sucht, sucht ist ein echtes thema geworden, nicht nur für "randgruppen". spätestens seit unsere kinder (fast) alle plötzlich durch games, zocken, konsumartikel bzw. werbestrategien "süchtig" geworden sind, nehmen die meisten das wort in den mund, das sie vorher nur im zusammenhang mit schokolade- oder nikotionkonsum gebrauchten.
aber sucht ist eben nicht sucht.
nicht jedes kind, dass auf eine computerspiel reinkippt oder eine phase der anhängerschaft bestimmter konsumartikel hat, ist süchtig. die angst vor der sucht aber, unsere angst, ist trotzdem - auch wenn keine wirkliche sucht besteht - ein problem. und der falsche umgang mit dieser angst (zwang, strafen, verbote den kindern gegenüber) macht den ganzen komplex erst wirklich sehr schwierig.
ferromonte - 14. Apr. 2010, 12:50