meltemi

er hat sich auch nach dem kykladischen nordwind benannt, weil er dessen eigenschaften in sich gefunden zu haben glaubt: für stetige abkühlung zu sorgen, und gelegentlich kräftig zu nerven ... ohne meltemi aber wären die kykladen im sommer ein gluthöllte, angeblich sind sie es auch mit ihm, sagt spyros aus piräus: von jahr zu jahr wird der juli/august heißer.

loriot ist in die ewigkeit gegangen, er, der immer außerhalb seiner zeit war; ansonsten lese ich viel erschreckendes in den medien - gut, dass alles so weit weg bleibt. nur sonne, meer, meltemi, der gleichnamige parische rotwein und private dinge bewegen mich. manches menschliches auch. (die verlogenen schlagzeilen verlogener journalisten über verlogene politiker und ökonomen interessieren mich wenig. ich wünscht, ich hätte mit dem nie mehr etwas zu tun. aber wer kann sich ganz den medien entziehen? wenigstens dein nachbar oder ein liftfahrer spricht dich drauf an.)

die zeit geht, manchmal langsamer, manchmal schneller. inhärente melancholie: trauer um das schöne, das vergeht.
aber noch IST zeit. und ich lebe.
was für ein wort: LEBEN.

es ertragen - loslassen

was haben wir noch gelernt? außer: es zu ertragen - falls wir das gelernt haben?
hängt ab von unseren zielen: ob es uns genügt, unsere zeit abzuwarten mit vergnügungen, sensationen, banalen oder weniger banalen aufgaben. haben wir ziele? außer jenen, die wir haben sollten?
kann es mehr sein? was könnte mehr sein, als immer materielle ziele? bedürfnisbefriedigung? was sind nicht-materielle ziele? glücklichsein, wohlbefinden, gesundheit?
sinn? erkenntnis?
freiheit: wovon? wozu?
alles vergessen: geht das?

alles loslassen ... fließen (nicht treiben) ... sein

amnesie für steuerbetrüger!

und grasser soll auch endlich in ruhe gelassen werden, bitte bitte bitte!

morgens

sommer, der in die zweite runde geht. zwilling schon
jetzt wird alles leichter. aber auch: die jugend ist vorbei,
ahnunglosigkeit und freiheit haben ein ende
der blick ist klar und geschärft, man kennt die feinde.
spann den bogen, schließe die augen - finde dein ziel!

Schubert

nichts passt besser in den kühlen frühling als schubert: 9. Symphonie, andante.

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ja, es ist schon etwas, es wirklich zu ertragen. es...
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ich fürchte genau...
ich fürchte genau das, es zu ertragen, lernen...
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