studentenproteste - solidarität

was die österreichischen medien mit dem phänomen der wiener studentenproteste machen, ist einfach widerlich. denen fällt nichts besseres ein als angebliche schadenssummen zu kolportieren und die große stimmenmehrheit der ahnungslosen wähler mit ihren ressentiments und vorurteilen zu bedienen, anstatt einmal zwei sekunden nachzudenken und inhaltlich auf die misere an den österreichischen universitäten einzugehen.
jahrgänge von studenten haben resigniert, und jetzt bewegt sie sich doch - das ist ein grund, hoffnung zu schöpfen und ein zeichen dafür, dass doch noch nicht alles stumpfsinnig in die maschine rennt sondern eben eine handvoll mutiger junger menschen ihrem ärger luft machen und intelligent und organisiert auf demokratische weise den aufstand proben. das ist gut so.

ich bin da zu 100% solidarisch.

auch wenn ich die radikalen mitläufer, die neben ihren transparenten "österreich tötet -tötet österreich" standen (am freitag so gesehen) dringend als distanziert sehen würde, bin ich auf der seite der studenten.

http://unsereuni.at/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31383/1.html
ferromonte - 27. Okt, 12:28

in diesem zusammenhang doppelt lächerlich und mehr als peinlich ist der herr hahn, der sich nach brüssel aus seiner verantwortung stiehlt. sicher, gut für österreich, dass er weg ist, gut für ihn, dass er jetzt mehr überwiesen bekommen wird ohne so direkt als erfolgloser minister dazustehen, wie er es hier tut. für die EU ist ohnehin jede liebesmüh' vergebens, also ist er dort am richtigen ort.
und einmal mehr schlecht für die SPÖ, die dadurch wieder ein stück glaubwürdigkeit verliert ... aber auch bei der scheint jede müh' vergebens, so sehr das schmerzt.

ferromonte - 29. Okt, 09:51

der standard von heute:
Dass Hahn die Strukturprobleme an den österreichischen Universitäten nicht gelöst hat, darauf machen derzeit die Studenten mit ihren Protestaktionen weit über die Grenzen des Landes hinaus aufmerksam. Studiengebühren, die Hahn weiter einfordert, beseitigen die Missstände noch nicht. Ein klares politisches Konzept, wie die unzumutbaren Zustände behoben werden können, fehlt vom zuständigen Minister aber. Europäisches Profil ebenso. Das ist keine Empfehlung für Brüssel. (Alexandra Föderl-Schmid, DER STANDARD, Printausgabe, 29.10.2009)

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